Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 09.11.2018


Kunst

97. “Lucky Luke“-Band: Lonesome Cowboy und Lady Liberty

© „Ein Cowboy in Paris“: Lucky Luke betritt erstmals europäischen Boden.Foto: Egmont Publishing/Lucky Comics



Lucky Luke kehrt Amerika den Rücken. Jedenfalls für ein paar Wochen. Der Cowboy, der seit 1946 schneller zieht als sein Schatten, soll die Freiheit in die USA bringen. Beziehungsweise deren tonnenschwere Verkörperung: die vom französischen Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi entworfene „Lady Liberty". Das ist der Plot des jetzt erschienenen 97. „Lucky Luke"-Bandes „Ein Cowboy in Paris". Und Paris und die Pariser müssen für einige Scherze herhalten, die sich Zeichner Achdé und Texter Jul ausgedacht haben.

Selbst Victor Hugo hat einen Gastauftritt. Und Emma Bovary darf dem „lonesome Cowboy" sehnsüchtig nachschauen. Schenkelklopfer hingegen finden sich diesmal weder dies- noch jenseits des Atlantiks. Im neuen „Lucky Luke"-Heft regiert bisweilen bitterer Witz. Über US-Einreisebestimmungen oder geplante Mauern an der mexikanischen Grenze zum Beispiel. Ein Gag-Garant freilich fehlt: Rantanplan taucht in „Ein Cowboy in Paris" nicht auf. Seit 2006 fehlt vom „dümmsten Hund des Wilden Westens" jede Spur. Auch dieses Rätsels sollte sich Lucky Luke einmal annehmen. (jole)




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