Letztes Update am Di, 13.11.2018 12:39

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kunst

Entscheidung gefallen: Peter Assmann neuer Chef der Tiroler Landesmuseen

Der aus Zams stammende Kunsthistoriker Peter Assmann, der seit 2015 das Museum Palazzo Ducale in Mantua führt, setzte sich im Hearing durch. Mit 1. November 2019 übernimmt Assmann die Geschäftsführung der Landesmuseen.

Kulturlandesrätin Beate Palfrader (2. v. re.) sowie Barbara Psenner (li.) und Franz Pegger (re.) vom Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum gratulieren dem zukünftigen Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen, Peter Assmann (2. v. li.).

© Land TirolKulturlandesrätin Beate Palfrader (2. v. re.) sowie Barbara Psenner (li.) und Franz Pegger (re.) vom Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum gratulieren dem zukünftigen Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen, Peter Assmann (2. v. li.).



Innsbruck - Der gebürtige Tiroler Peter Assmann wird neuer Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen. Dies gaben die beiden Gesellschafter, das Land Tirol und der Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, am Dienstag in einer Aussendung bekannt. Er tritt seine Funktion mit 1. November 2019 an, wird aber bereits ab Jahresbeginn in alle wesentlichen Entscheidungen eingebunden sein, hieß es.

„Peter Assmann ist ein anerkannter Museumsexperte und Kulturmanager, der über ein hervorragendes Netzwerk im In- und Ausland verfügt“, meinten Kulturlandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) und Barbara Psenner, Obfrau des Vereins Tiroler Landesmuseum, zur Bestellung Assmanns. Der Tiroler hatte sich am Montag in einem Hearing der fünf Bestqualifizierten durchgesetzt. Insgesamt hatten sich 19 Personen für die Position beworben.

„Freue mich auf die Rückkehr nach Tirol“

„Ich freue mich nach Jahren im Ausland auf die Rückkehr nach Tirol“, sagte Assmann. Insbesondere die Neuaufstellung des Ferdinandeums sei eine spannende Herausforderung, der er sich mit vollem Engagement stellen wolle. „Die Tiroler Landesmuseen mit ihren reichhaltigen Sammlungen haben enormes Potenzial, das ich gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Entfaltung bringen möchte“, so der neue Geschäftsführer.

Assmann wurde 1963 in Zams geboren. Er hat sein Studium der Kunstgeschichte mit dem Doktorat abgeschlossen sowie ein Lehramtsstudium in Deutsch und Geschichte an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck absolviert. Von 2000 bis 2013 war Assmann Direktor der Oberösterreichischen Landesmuseen. Derzeit ist er als Direktor des Palazzo Ducale in Mantua tätig.

Findungsjury empfahl drei Kandidaten

Die Museumsverantwortlichen stützten sich bei der Kandidatenauslese auf eine namhaft besetzte Findungsjury. Die Präsidentin des Museions Bozen, Marion Piffer Damiani war als Expertin beim Hearing vertreten, ebenso die scheidende Direktorin des Kunsthistorischen Museums Wien, Sabine Haag, weiters Wolfgang Muchitsch, der Geschäftsführer des Joanneums Graz, sowie Matti Bunzl, der Chef des Wien Museums, und Ulrike Lorenz von der Kunsthalle in Mannheim. Die Jury nahm keine Reihung vor, empfahl Palfrader und Psenner (die Südtirolerin wurde in der Vorwoche als Museumsobfrau bestätigt) jedoch nur drei der fünf Kandidaten als cheftauglich weiter.

Noch-Direktor Meighörner, der über kritische Aussagen in einem TT-Interview gestolpert war, bleibt noch bis Ende 2019 im Amt. Sein Vertrag sollte ursprünglich bis Ende 2023 verlängert werden.

Die Landesmuseen Betriebs GmbH umfasst fünf Museen: Ferdinandeum, Volkskunstmuseum, Hofkirche, Tirol Panorama mit Kaiserjägermuseum und Zeughaus. Diese Häuser neu und publikumswirksam aufzustellen bzw. sie über Tirol hinaus bekannt zu machen, wird eine wichtige Aufgabe der künftigen Museumsleitung sein. (TT.com)