Letztes Update am Do, 20.12.2018 10:25

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Großbritannien

Neues Graffiti in Wales: Weihnachtsgrüße von Banksy

An einer Garagenmauer in Port Talbot hat der mysteriöse Streetart-Künstler sein neues Werk hinterlassen. Auf Instagram postete er selbst ein Video, auf dem das Graffiti zu sehen ist.

An der vorstehenden Ecke einer Garage in der walisischen Industriestadt Port Talbot hat Banksy sein neustes Werk geschaffen.

© Istagram/BanksyAn der vorstehenden Ecke einer Garage in der walisischen Industriestadt Port Talbot hat Banksy sein neustes Werk geschaffen.



Port Talbot — Der rätselhafte Streetart-Künstler Banksy hat mit einem winterlichen Graffiti eine nachdenkliche Weihnachtsbotschaft an einer Garagenwand in Wales hinterlassen. Darauf zu sehen ist ein kleiner Junge mit einem Schlitten, der mit ausgebreiteten Armen und herausgestreckter Zunge vermeintliche Schneeflocken auffängt. Blickt man um die Ecke, wird klar, dass es sich nicht um Schnee, sondern um einen Ascheregen aus einem brennenden Container handelt, der auf den Jungen herabrieselt.

Aufgetaucht ist das neueste Banksy-Werk an der vorstehenden Ecke einer Garage in der Industriestadt Port Talbot in Wales. Dort steht das größte Stahlwerk Großbritanniens. Auf seinem Instagram-Account postete der Künstler ein Video, auf dem das Graffiti zu sehen ist. Kommentiert war der Beitrag mit „Season's Greetings" — „Frohes Fest". Unterlegt ist das Video mit dem Kinderlied „Little Snowflake" (wörtlich: Kleine Schneeflocke).

Banksys Identität gibt weiter Rätsel auf. Bekannt ist, dass er aus Bristol stammt und Ende der 90er Jahre nach London kam. Einen Namen machte er sich mit seinen gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven. Seine Kunst kritisiert immer wieder Krieg, Faschismus und übermäßiges Konsumverhalten. Erst im Oktober hatte der Künstler mit der Versteigerung eines seiner Werke für Aufsehen gesorgt: Das Bild „Girl with a Balloon" zerstörte sich kurz nach seinem Verkauf für umgerechnet knapp 1,2 Millionen Euro selbst. (APA/dpa)