Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 07.01.2019


Osttirol

Round Table Auktion: Ein Highlight für Kunstfreunde in Lienz

Die Kunstauktion des Liebburg-Adventkalenders des Round Table 22 Lienz erbrachte 30.250 Euro.

Den Ausrufungspreis von 100 Euro verzehnfachen konnte diese „Original Matreier Krampuslarve“ von Konrad Glänzer.

© Daniela AguDen Ausrufungspreis von 100 Euro verzehnfachen konnte diese „Original Matreier Krampuslarve“ von Konrad Glänzer.



Von Daniela Agu

Lienz – Zum 21. Mal fand in Lienz die Round Table Kunstauktion statt, die mit Unterstützung des Stadtmarketings bereits zu einem festen Ritual in den ersten Jännertagen eines jeden Jahres geworden ist. Für die Besucher der abendlichen Versteigerung gab es heuer ein besonderes Druckwerk: Es lagen Kataloge auf, die 20 Jahre Kunstkalender an der Liebburg in Wort und Bild dokumentierten. Diese konnten frei entnommen werden.

Eine gute Anzahl williger Käufer steigerte auch diesma­l im Ratssaal der Liebburg mutig um die gebotenen Werke. Die Aufsicht übernahmen Clemens Kreuzer als Schriftführer, Christian Steininger als Notar und Philipp Glanzl. Als Auktionator rief Stefan Taferner zu Geboten auf. Ursul­a Strobl führte wieder durch den Abend. Die ehemalige Direktorin des Bundesrealgymnasiums Lienz stellte ihre künstlerische Expertise in den Dienst der guten Sache, indem sie Hintergrundinformationen zu den gebotenen Kunstwerken und ihren Schaffern darlegte.

Mit Erfolg, denn es gelang bereits im ersten Durchlauf, für alle Werke einen Zuschlag und damit einen Gesamterlös von 30.250 Euro zu erzielen. Von diesem Betrag fließen wieder 7000 Euro als Großspende an Licht ins Dunkel. Der Rest verbleibt als Jahresbudget in der Verwaltung des Vereins Round Table 22 Lienz und wird bedarfsorientiert im Wirkungsbereich Osttirol und Oberkärnten für humanitäre Zwecke vergeben. Das Vorjahresbudget hat die Organisation zu einem Teil als Soforthilfe für besonders betroffene Opfer der Unwetterkatastrophe eingesetzt.

Der Lienzer Kunstschaffende Hannes Neuhold hatte heuer ein Gemälde seines Großvaters Hans Waschgler zur Verfügung gestellt. Der ehemalige Schulinspektor und Kulturreferent hatte einst das Bild „Lienzer Talboden gegen Westen“ angefertigt, das nun mit 3600 Euro den höchsten Erlös des Abends einbrachte. Neuhold freute sich, dass die Versteigerung so erfolgreich war. „In den letzten Jahren lassen sich die Käufer vom sozialen Gedanken inspirieren. Klar wünscht sich jeder Kunstliebhaber auch eine Wertsteigerung, doch die gute Sache steht im Vordergrund“, meinte der Künstler anerkennend.

Gleichauf mit Waschglers Bild lag „Weites Land“ von Savio Verra, auch dieses Werk ging für 3600 Euro an seinen neuen Eigentümer. Mit 2800 Euro lag „Ahorn“ von Ilona Rainer-Pranter an zweiter Stelle der höchstdotierten Versteigerungsobjekte. Platz drei belegte „Museumspädagogik-Franz West“ von Georg Loewit mit 2300 Euro. Den Ausrufungspreis von 100 Euro verzehnfachen konnte die „Original Matreier Krampuslarve“ von Konrad Glänzer mit 1000 Euro Auktionserlös.

Die Verantwortlichen zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. Die Sammlung für den heurigen Kalender beginnt.