Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 19.01.2019


Bezirk Landeck

Bezirk Landeck mischt in Kunstszene kräftig mit

100 Tiroler Künstlerporträts stellt Peter Baeck in fünf Buchbänden vor. Im jüngsten Band sind Mathias Schmid, Norbert Strolz und Kassian Erhart zu finden.

Mathias Schmid („Die Sennerin von Spulers“) .

© WenzelMathias Schmid („Die Sennerin von Spulers“) .



Landeck – In fast vier Jahrzehnten 100 Maler, Grafiker und Bildhauer aus Nord-, Süd- und Osttirol in Wort und Bild dokumentiert: Das ist die publizistische Leistung von Peter Baeck, Herausgeber der Zeitschrift Tirol sowie der fünf Buchbände „Tiroler Künstler“. Für den „Kunstbezirk Landeck“ halten zehn Künstler die Fahnen hoch. Im kurz vor Weihnachten erschienenen 5. Band sind es Mathias Schmid, Norbert Strolz und Kassian Erhart.

„Der aus dem Paznaun stammende Künstler Mathias Schmid (1835–1923) war zu Lebzeiten eine gefeierte Größe der Münchner Schule“, fasst Autorin Sabine Schuchter zusammen. „Dort bildete er mit seinen Landsleuten Franz von Defregger und ­Alois Gabl das Tiroler Kleeblatt.“ Zu den bekanntesten Werken Schmids zählt das sozialkritische Gemälde „Die Karrenzieher“. „Darin widmet sich der Genremaler Schmid einer sozial ausgegrenzten Gesellschaftsschicht, den Karrnern“, erläutert die Autorin.

Kassian Erhart (1948–2018), Bildhauer aus Fließ/Piller.
Kassian Erhart (1948–2018), Bildhauer aus Fließ/Piller.
- Hauser
Norbert Strolz („Erntedank“).
Norbert Strolz („Erntedank“).
- Wenzel

Der Essay über den Landecker Maler und Wandgestalter Norbert Strolz (1922–1990) stammt ebenfalls von Sabine Schuchter. „Er war ein gelernter Kirchenmaler. Strolz ist durch vielfältige Arbeiten im öffentlichen Raum nahezu allgegenwärtig“, resümiert die Autorin. Die Natur sei, so Schuchter, stets sein Lehrmeister gewesen.

Schließlich stellt Lina Hofstätter den Bildhauer und Klangkünstler Kassian Erhart aus Fließ/Piller vor. „In der Steinskulptur ringt der Künstler noch mit schierer Körper- und Maschinenkraft dem uralten Material eine Aussage zum Heute ab. Kassian hat im Laufe seines Künstlerlebens diese Sinnlichkeit ins Vielfache potenziert.“ (hwe)




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