Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 13.03.2019


Kunst

Kunstbiennale in Venedig stellt den offenen Dialog in den Mittelpunkt

Kommissärin Felicitas Thun-Hohenstein (l.) zeigt ab Mai mit Renate Bertlmann (r.) erstmals eine Künstlerin alleine im Austro-Pavillon.

© Irina GavrichKommissärin Felicitas Thun-Hohenstein (l.) zeigt ab Mai mit Renate Bertlmann (r.) erstmals eine Künstlerin alleine im Austro-Pavillon.



In Zeiten zunehmender nationaler Abschottung setzt die Kunstbiennale in Venedig heuer auf einen offenen Diskurs. Die Biennale müsse „offen und grenzenlos" bleiben, meinte Biennale-Präsident Paolo Baratta gestern bei der Vorstellung des diesjährigen Konzepts in Berlin.

Das diesjährige Motto der Ausstellung lautet „May You Live In Interesting Times" und will laut Biennale-Kurator für 2019, Ralph Rugoff, auf die Kommunikation zwischen Künstler, Werke und Besucher abzielen. Rugoff, aktuell Direktor der Londoner Hayward Gallery, habe speziell auf diesen Anspruch hin auch die ab Mai in Venedig ausgestellten Werke ausgesucht. Rund 80 internationale Künstler sind es geworden, die Rugoff für die Biennale eingeladen hat und die in der zentralen Ausstellung in den Giardini und im Arsenale gezeigt werden. Die Achsen des alten Werftgebäudes „Arsenale" werden für Rugoffs Schau in kleinere Bereiche unterteilt.

Hinzu kommen dann noch 90 Länder, die ihre Künstler in den Länderpavillons der Giardini sowie an unterschiedlichen Orten in der Lagunenstadt ausstellen. Im österreichischen Pavillon wird mit Renate Bertelmann zum ersten Mal eine Künstlerin den Hoffmann-Pavillon mit einer Einzelausstellung bespielen. 2017 waren es noch Erwin Wurm und Brigitte Kowanz. Die Biennale ist von 11. Mai bis 24. November geöffnet. (bunt)