Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 24.05.2019


Bezirk Imst

Frischer Wind, bekannte Gesichter und neuer Mut bei der Kunststraße Imst

Die Imster Kunststraße, mittlerweile eine Marke im Oberländer Kulturgeschehen, hat ein neues Führungsteam am Start.

Helene Keller, Daniela Senn und Lisa Krabichler mit Kulturreferent BM Stefan Weirather (v. l.) bei der Neuausrichtun­g der Imster Kunststraße 2019, welche sich auf ihre alten Stärken zurückbesinnt.

© ParthHelene Keller, Daniela Senn und Lisa Krabichler mit Kulturreferent BM Stefan Weirather (v. l.) bei der Neuausrichtun­g der Imster Kunststraße 2019, welche sich auf ihre alten Stärken zurückbesinnt.



Von Thomas Parth

Imst – Die Kunststraße kehrt zu ihren Wurzeln zurück – so könnte man den Neustart des vorweihnachtlichen Galerie-Rundgangs durch die Bezirkshauptstadt zusammenfassen. Das gestern vorgestellte Organisationsteam unter der Leitung von Lisa Krabichler mit Daniela Senn und Helene Keller besinnt sich auf bewährte Stärken. „Wir legen unseren Fokus auf die Künstler und die Galerien“, macht Krabichler deutlich. Alle drei Damen im Führungsteam sind bereits seit vielen Jahren als Ausstellerinnen Teil der Kunststraße. „Wir haben alle unsere Erfahrungen gesammelt und wollen unsere Kompetenzen mit einbringen“, versichert Krabichler: „Wir bieten den Künstlern eine professionelle Plattform, um sich zu präsentieren. Schöne, freie Räume werden bespielt.“ Ihr Verständnis, was Kunst ausmacht, hat die Künstlerinnen als harmonisches Team zusammengeführt. Daniela Senn, für das Kunststraßenmarketing zuständig, war bereits bei der ersten Auflage dieser Institution im Imster Kulturgeschehen mit dabei. „Mit dem damaligen Kulturreferenten Meinhard Eiter haben wir die Aufbruchsstimmung genutzt, viel improvisiert und dabei viel bewegt. Mittlerweile haben meine Nachfolgerinnen die Marke Kunststraße weiterentwickelt und etabliert“, freut sich Senn, wieder im Imster Kulturgeschehen aktiv mitmischen zu können. Helene Keller spielt die Vermittlerrolle hin zu den Räumen. Neo-Kulturreferent BM Stefan Weirather begrüßt die Neuausrichtung, die auch mit „abgespecktem Rahmenprogramm“ auskommt. Zwar werde es eine Auftakt- und eine Schlussveranstaltung geben, doch die bildnerische Kunst sowie Objektkunst stehen im Zentrum. Um für ein­e überschaubare, effektive Veranstaltung an drei Wochenenden vor Weihnachten zu sorgen, bewegt man sich heue­r in drei Zonen.

Die erste Zone, wo auch die Vernissage stattfinden wird, befindet sich rund um die Hörmann-Galerie. Die zweite Zone rund um den Sparkassenplatz und die Finissage spielt sich in der Oberstadt, rund um das Fasnachtshaus ab. Dies soll einem weiteren Ziel der Kunststraße zuträglich sein, nämlich der Kommunikation. „Unsere Ausstellungsräume sind keine unpersönlichen Galerien. Wir fördern den und leben vom Austausch mit den Künstlern“, weiß Senn. „Keiner der Räume wird an einen Künstler allein vergeben, sodass für das Publikum bzw. für die Künstler selbst immer ein Ansprechpartner da ist“, pflichtet ihr Krabichler bei.

Das heurige Motto steht im Zeichen des „Werkstoffes Stoff“. Die Ausschreibung ist bereits online.