Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 16.07.2019


Kunst

Kunstmesse Art ist insolvent

Der KSV rechnet mit Verbindlichkeiten von rund 750.000 Euro.



Innsbruck – Einen Termin für die 24. Auflage der Internationalen Kunstmesse Art gibt es: Sie soll von 16. bis 19. Jänner 2020 in der Messe Innsbruck stattfinden. Ob es tatsächlich dazu kommen wird, ist derzeit allerdings nicht gesichert. Gestern wurde am Landesgericht Innsbruck ein Insolvenz­verfahren über die Art Kunstmesse GmbH eröffnet. Klaus Schaller, Regionalleiter des Kreditschutzverbands (KSV), rechnet mit Verbindlichkeiten in Höhe von 750.000 bis 800.000 Euro.

Als Masseverwalter wurde der Innsbrucker Rechtsanwalt Christian Winder bestellt. Er beaufsichtigt und kontrolliert die Art fortan. Nach ersten Gesprächen mit Johanna Penz, Alleingesellschafterin und Kunstmesseorganisatorin, sei er durchaus optimistisch, was die Zukunft der Messe betrifft. Die Ausrichtung des zweiten Art-Ablegers in Salzburg im kommenden September sei gewährleistet – die Jänner-Messe in Innsbruck „auf Sicht“ auch. Penz werde im Rahmen des Verfahrens einen Sanierungsantrag stellen. Erste Gespräche mit Gläubigern seien „recht positiv“ verlaufen.

Über die Ursachen der Insolvenz gebe es noch keine gesicherten Informationen, so Winder: „Es hat sich offensichtlich einiges angesammelt, die Expansions-Unternehmungen der Messe dürften sich bislang nicht wie erhofft gerechnet haben.“

Der erste Gerichtstermin im Insolvenzverfahren ist für den 23. September angesetzt. Drei Tage später wird die Art Salzburg im dortigen Messezentrum eröffnet. (jole)