Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 17.09.2019


Bezirk Imst

Nina Christ: Zwischen Fotografie und Malerei

Nina Christ zeigt einige Werke ihrer Fotokunst. Die Ausstellung im Mesnerhaus in Untermieming ist noch dieses Wochenende zu sehen.

Wo das Foto aufhört und die Malerei beginnt, zeigt sich bei Nina Christ erst bei näherer Betrachtung.

© DornWo das Foto aufhört und die Malerei beginnt, zeigt sich bei Nina Christ erst bei näherer Betrachtung.



Von Agnes Dorn

Mieming – Nicht das Schöne, das Gute, das Liebliche sind die Motive der künstlerischen Arbeit von Nina Christ, vielmehr widmet sich die Silzerin dem Alptraum, dem Unbehagen und dem Grauen. Ästhetisch ansprechend sind ihre Werke trotzdem oder vielleicht gerade deshalb, denn Christ macht mit ihrer Arbeit den Schrecken der Existenz, das irrationale Unbewusste sichtbar und nimmt ihm dadurch etwas von seiner Macht. Dass sich die künstlerisch scheue Fototechnikerin nun dazu entschlossen hat, ihre Werke erstmals einer (bei der Vernissage begeisterten) Öffentlichkeit zu präsentieren, war deshalb ein Gewinn für beide Seiten. Dabei bleibt für sie doch die Technik von Fotografie und Bildbearbeitung stets ein Mittel zum Zweck und die Handy-App ist ihr mindestens genauso lieb wie die Analogkamera.

Dem Ergebnis bleibt sie aber treu: „Die perfekte Illusion interessiert mich nicht. Die Gratwanderung ,Ist es Foto, ist es Bild?‘ macht mir besonders Spaß“, erklärt sie, die sich beim Bearbeiten ihrer Bilder buchstäblich verlieren kann.

Die Ausstellung von Nina Christ „Fotografien“, der hoffentlich noch weitere folgen werden, ist nur noch dieses Wochenende, jeweils samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr, im Mesnerhaus in Untermieming zu sehen.




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