Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 23.09.2019


Osttirol

Faschings „Tassilo“ schmückt Innichen

Der Dölsacher Künstler Alois Fasching schuf anlässlich der 1250-Jahr-Feier des Stiftes Innichen ein Relief zur Person des Gründers, Herzog Tassilo III.

Stefanie Lösch, Alois Fasching und Rosmarie Burgmann (v. l.).

© Peter UnterwegerStefanie Lösch, Alois Fasching und Rosmarie Burgmann (v. l.).



Innichen, Dölsach – Der Dölsacher Künstler Alois Fasching schuf anlässlich der 1250-Jahr-Feier des Stiftes Innichen ein Relief zur Person des Gründers, Herzog Tassilo III. Mit einem Festakt wurde das Kunstwerk am Samstag am Pflegplatz enthüllt. Zahlreiche Interessierte, darunter viele Osttiroler, verfolgten die Feierlichkeit.

Bürgermeisterin Rosmarie Burgmann freute sich, dass ein Osttiroler Künstler, „unser Nachbar“, für diese Arbeit ausgewählt wurde. „Ich wünsche mir, dass viele Menschen im Schatten unserer großen Kirche Muße zum Innehalten finden und sich auf das Kunstwerk einlassen“, betonte Burgmann. Gemeinsam mit Stefanie Lösch vom Stiftsmuseum enthüllte sie das Relief.

Alois Fasching berichtete eingangs von seinen Kindheitserlebnissen in Innichen und der damit verbundenen Faszination, die von dem Ort seit damals auf ihn ausgeht. Für den Auftrag hatte sich der Künstler intensiv mit der Geschichte Tassilos beschäftigt. Auf einer Aluminiumtafel, die teilweise mit Asche bedeckt ist, stellt Fasching einschneidende Lebenssituationen des Herzogs dar. Wie an eine Pinnwand habe er Szenen ins Bild gesetzt, gruppiert um die zentrale Figur des Tassilo, beschreibt der Künstler.

Egon Kühebacher, Historiker, Volkskundler und Sprachwissenschafter, der die Festschrift „1250 Jahre Innichen“ verfasste, beleuchtete die historische Rolle Tassilos und seinen regionalen Einfluss bis hinunter zum Kristeinerbach. Wie berichtet, feiert auch Anras heuer die erste Erwähnung vor 1250 Jahren. Kühebacher, Initiator des Projekts in Innichen, schilderte die Anfänge des Vorhabens: An der Stelle, wo einst ein Tor in der Mauer war, wurde nun eine Nische eingesetzt, der Auftrag zur künstlerischen Ausgestaltung wurde an Fasching vergeben.

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Kühebacher abschließend: „Das Kunstwerk von Alois Fasching bedeutet eine kulturelle Aufwertung des Zentrums von Innichen.“ (punt)