Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 01.10.2019


Tirol

Zukunft der Kunstmesse Art in Innsbruck ist offen

940.000 Euro an Verbindlichkeiten. Ob die Messe 2020 in Innsbruck stattfindet, hängt von der Buchungslage ab.

Über die Kunstmesse Art wurde das Konkursverfahren eröffnet. Die 24. Auflage dieser Messe im Jänner 2020 ist noch nicht gesichert

© Thomas BöhmÜber die Kunstmesse Art wurde das Konkursverfahren eröffnet. Die 24. Auflage dieser Messe im Jänner 2020 ist noch nicht gesichert



Innsbruck – Im Juli ist die Kunstmesse Art in die Insolvenz geschlittert. Die Verbindlichkeiten wurden damals mit rund 800.000 Euro beziffert. Inzwischen steht fest, dass der Schuldenstand deutlich höher ist: rund 940.000 Euro. „Das hat die Prüfung der angemeldeten Gläubiger-Forderungen ergeben“, berichtet Klaus Schaller vom Kreditschutzverband. Nach seinen Worten handle es sich bei den Gläubigern um Banken, Lieferanten und Behörden. Die Zukunft der Art Kunstmesse GmbH – als deren Alleingesellschafterin Johanna Penz firmiert – sei weiter unsicher, macht Schaller deutlich.

Masseverwalter Christia­n Winder wurde mit dem Konkursverfahren betraut. Er will noch heuer einen Sanierungsplan bei Gericht einbringen. Nach diesem würden die Gläubiger 20 Prozent ihrer Forderungen erhalten. Die betroffenen Banken seie­n überdies durch die private Liegenschaft von Frau Penz großteils abgesichert, erklärt Rechtsanwalt Winder.

Die Hoffnung auf neue Einnahmen ruht auf zwei Art-Kunstmessen, wovon eine, jene in Salzburg, schon am letzten Wochenende über die Bühne ging. Winder hatte dieser Veranstaltung sein Okay erteilt, nachdem zusätzliches Geld „von dritter Seite zur Verfügung gestellt wurde“.

Vom 16. bis 19. Jänner 2020 ist die 24. Art Innsbruck in der Messe angesetzt. Ob die Veranstaltung stattfinden kann, entscheidet Winder aber erst gegen Ende November. Dann stehe fest, wie gut die Buchungslage sei. „Die Partner der Art und die Messe Innsbruck als Veranstaltungsort arbeiten nur noch gegen Vorauskasse“, sagt Winder. Das sei aber auch verständlich.

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Ein Risiko will Winder nicht eingehen. „Wenn sich die Art Innsbruck nicht ausfinanzieren lässt, ziehe ich den Stecker und sage die Messe ab“, betont der Masseverwalter. Keinesfalls dürfe sich der Schuldenstand noch weiter erhöhen. (mark)




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