Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 03.10.2019


Kunst

67 Museen und Galerien in Tirol laden nachtaktive Kulturschwärmer ein

Bereits zum 20. Mal findet übermorgen Samstag wieder die „Lange Nacht der Museen“ statt. Österreichweit beteiligen sich 730 Kunst- und Kulturorte, 67 davon stehen in Tirol zur Auswahl.

Viel zu entdecken gibt es in der „Langen Nacht der Museen“ am Samstag an 67 Tiroler Veranstaltungsorten.

© ORFViel zu entdecken gibt es in der „Langen Nacht der Museen“ am Samstag an 67 Tiroler Veranstaltungsorten.



Innsbruck – 67 Museen und Galerien in ganz Tirol beteiligen sich an der heurigen „Langen Nacht der Museen“, zwei weniger als im vergangenen Jahr. Die meisten sind „Stammgäste“ bei der vor 20 Jahren auf Initiative des ORF österreichweit ins Leben gerufenen Aktion, manche sind erstmals, andere nach Jahren wieder mit dabei.

Das Besondere an der „Langen Nacht“ ist, dass sämtliche Kunst- und Kulturorte mit nur einer Eintrittskarte, die es bereits am Freitag von 15 bis 20 Uhr bzw. am Samstag ab neun Uhr vormittags am Innsbrucker Franziskanerplatz sowie bei sämtlichen teilnehmenden Veranstaltern gibt, besucht werden können. Der Franziskanerplatz ist auch Ausgangspunkt aller fußläufigen bzw. per Bus angesteuerten Routen, die zwischen 18 Uhr und ein Uhr früh im 20- bzw. 30-Minuten-Takt angefahren werden.

Um ihrem Publikum von morgen Lust auf Kunst und Kultur zu machen, haben sich 34 der 67 Museen und Galerien für diesen langen Abend spezielle Kinderprogramme einfallen lassen. Für jedes Kind, das mindestens drei Orte besucht hat, gibt es außerdem ein kleines Überraschungsgeschenk. Im Innsbrucker Audioversum wird etwa das Soundlabor zum Atelier, in dem nach Zahlen gemalt wird. Interaktive Lichtinstallationen wird es im bilding geben, im Botanischen Garten werden die Kids auf die Suche nach Schmetterlingseiern geschickt, im Jugendland Fantasy gibt es einen Tanzkurs in Breakdance, zu einer funkelnden Schatzsuche laden die Wattener Kristallwelten ein, das Morsen können ganz Aufgeweckte im Innsbrucker Radiomuseum lernen.

Die „Lange Nacht der Museen“ ist aber auch die Chance, einmal Museen zu besuchen, in denen es um Unübliches geht. Um Ski etwa in dem auf 1330 Metern Seehöhe am Hochpillberg gelegenen Schimuseum Grafenast oder Schreibmaschinen im Wattener Schreibmaschinenmuseum, in dem mehr als 550 historische Objekte zu sehen sind. In die skurrile Welt der Krampusse entführt das mit traditionellen wie modernen Masken bestückte Krampusmuseum in Kitzbühel, auf einen spannenden Holzweg das „Holzmuseum“ in Auffach. In dem es um Holzknechte genauso wie um Holzwürmer, kuriose Ideen und Geräte geht.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Die „Lange Nacht“ wäre vielleicht die Gelegenheit, einmal das mit Fossilien, Mineralien, Blumen, aber auch Ausrüstungsgegenständen von Knappen bestückte Bergbau- und Heimatmuseum Jochberg zu besuchen. Oder das Biermuseum Starkenberg in Tarrenz, bevor es vielleicht weiter ins Alpinarium Galtür geht, wo um mit diversen Sinnen erlebbare „Beziehungsgeschichten“ ausgebreitet werden.

Wer die Kunstkammer Maria­hilf oder das Archäologische Museum der Universität Innsbruck noch nie besucht hat, könnte das vielleicht diesen Samstag nachholen. Bevor es dann zu Fuß weitergeht, beispielsweise ins Landesmuseum, ins Zeughaus, die Hofkirche, die Galerie Nothburga, in die Fotoausstellung in der BTV, ins Fotoforum oder in die Hofburg. Oder mit dem Bus nach Schloss Ambras und ins Tirol Panorama usw. (schlo)