Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 26.10.2019


Exklusiv

Ein Fest des „chiaroscuro“: Schwelgen in frühbarocker Sinnlichkeit

„Caravaggio & Bernini“: Das Kunsthistorische Museum Wien zeigt das aufregende Rom zu Beginn des 17. Jahrhunderts.

Ein Fest des „chiaroscuro“, der Inszenierung von Licht und Schatten: Caravaggios „Dornenkrönung Christi“ (Ausschnitt, um 1603) derzeit in Wien zu sehen.

© Ein Fest des „chiaroscuro“, der Inszenierung von Licht und Schatten: Caravaggios „Dornenkrönung Christi“ (Ausschnitt, um 1603) derzeit in Wien zu sehen.



Von Bernadette Lietzow

Wien – „Wer nicht staunen machen kann, dessen Platz ist im Stall.“ Was der stilprägende italienische Dichter Giambattista Marino (1569–1625) für die Dichtkunst formulierte und nun als Wandzitat zu lesen ist, haben sich die beiden Zentralgestirne der Ausstellung „Caravaggio & Bernini. Entdeckung der Gefühle“ wohl zu Herzen genommen. Durchmisst man die fünf in ihrer konservatorisch bedingten Abdunkelung fast geheimnisvoll wirkenden Säle des Kunsthistorischen Museums, so staunt man nicht nur über die eindrucksvolle Lebendigkeit und Kraft des Gezeigten, sondern auch über die Zeit, in der diese Werke entstehen konnten – eine Zeit, die uns vielleicht näher ist, als man annehmen möchte.

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