Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 03.11.2019


Innsbruck

Nino Malfatti: Vom Pathos der Wäscheklammern

Die Bergmotive lassen Nino Malfatti – auch fern der Heimat – bis heute nicht los.

© HaseggDie Bergmotive lassen Nino Malfatti – auch fern der Heimat – bis heute nicht los.



Wie abstrakt kann man Natur sehen und wie natürlich Abstraktion? Das sind die Fragen, die den Innsbrucker Nino Malfatti künstlerisch antreiben. Seit 40 Jahren widmet er sich, auch aus der Ferne, seiner Heimat: Auf Motivsuche ist er in den Bergen oder mitten in der Stadt.

Wie schon in der groß angelegten Retrospektive im Ferdinandeum (2012) hängt Malfatti auch für seine aktuelle Ausstellung in der Münze Hall zwischen seine imposanten Bergbilder fragmentarisch gebliebene Treppen, Röhren oder fein säuberlich aufgereihte Wäscheklammern. Gerade in diesen interessanten Frühwerken betont Malfatti sein Interesse für die Pop-Art, deren Merkmale er aber augenzwinkernd hinterfragt.

Offensiver sind da die pathetisch überzeichneten Bergmassive, die den Künstler bis in die heutige Zeit begleiten. Dennoch liegt auch diesen ein formales Interesse an der Struktur zugrunde, die er gewissenhaft seziert. Dicht gehängt lässt sich die Größe der Arbeiten aber nur noch erahnen. (bunt)

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