Letztes Update am Mi, 30.12.2015 10:05

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Exklusiv

Hitlers Hetzschrift: „Nicht den Rattenfängern überlassen“

Ab 2016 darf Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ wieder gedruckt werden. Gefahr im Verzug? Der Salzburger Historiker Othmar Plöckinger ist einer der Autoren der kommentierten Ausgabe, die im Jänner erscheint.

Eine deutsche Ausgabe des Buches.

© TOBIAS SCHWARZ / AFPEine deutsche Ausgabe des Buches.



Innsbruck – Es ist das böse Buch: Hetzschrift, Vorwegnahme grauenhafter Verbrechen – und beliebte Devotionalie der Rechtsradikalen. Der erste Band von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ erschien 1925, 90 Jahre später entzündet sich an ihm die Debatte um ein Tabu, das bald keines mehr ist: Bisher lag das Urheberrecht beim Freistaat Bayern, der Neuauflagen untersagte. 70 Jahre nach Hitlers Tod erlischt es mit Ende dieses Jahres. Somit darf das Buch ab 2016 wieder gedruckt werden. Als erstes tut das das deutsche Institut für Zeitgeschichte (IfZ) mit Sitz in München, das drei Jahre lang an einer wissenschaftlich kommentierten Ausgabe gearbeitet hat und diese am 8. Jänner präsentiert. Das Vorhaben sorgte bereits vor Verwirklichung für Schlagzeilen und heftige Debatten. Aber: Aus der Welt schaffen lasse sich das Buch eben nicht mehr, sagt Othmar Plöckinger, Teil des Historiker-Teams, das an der kritischen Edition gearbeitet hat, zur TT.

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