Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 04.04.2019


Bezirk Reutte

Überangebot: Lesewoche in Reutte wird ins Frühjahr verlegt

Das Überangebot lässt die Besucherzahlen der einzelnen Veranstaltungen stark sinken. Um diesem Problem entgegenzuwirken, planen die Büchereien im Bezirk für nächstes Jahr eine Bezirkslesewoche oder Literaturwoche im Frühjahr.

Im gemütlichen Rahmen suchten die Bibliothekarinnen des Bezirkes nach Problemlösungen.

© Bücherei ReutteIm gemütlichen Rahmen suchten die Bibliothekarinnen des Bezirkes nach Problemlösungen.



Reutte – Einiges zu diskutieren und neu zu organisieren hatten die Bibliothekarinnen des Außerferns. Um die Weichen für die Zukunft zu stellen, trafen sie sich auf Einladung des Bibliotheksreferates der Diözese Innsbruck, der Uni- und Landesbibliothek Innsbruck und des Landes Tiro­l kürzlich in Reutte.

Ein Themenschwerpunkt der Diskussionen war die Bezirkslesewoche, in deren Rahmen die Büchereien zahlreiche Lesungen anbieten. Die alljährliche Terminkollision mit der „Österreich liest“-Woche wurde durch das seit 2017 im gleichen Zeitraum stattfindende Krimifest Tirol weiter verschärft. Das Überangebot lässt die Besucherzahlen der einzelnen Veranstaltungen stark sinken. Um diesem Problem entgegenzuwirken, planen die Büchereien im Bezirk für nächstes Jahr eine Bezirkslesewoche oder Literaturwoche im Frühjahr.

Auch die Leseförderung für Erwachsene wurde diskutiert. Auf Anregung von Monika Heinzle vom Bibliotheks­referat wurden Ideen gesammelt, wie man bei Männern und Jugendlichen, welche Büchereien selten aufsuchen, das Interesse wecken kann und wie Kontakte zu Vereinen in den Orten geknüpft werden können, um neue Leser zu gewinnen.

Susanne Halhammer von der Unibibliothek stellte die Frage in den Raum, ob es persönliche Hemmschwellen geb­e, eine Bücherei zu betreten. Anhand selbst erlebter Episoden machte sie anschaulich, wie Leser auf bestimmte Aussagen der Bibliothekarinnen reagieren könnten. Halhammers Fazit: „Lesegeschmack, Privates, Diskretion – all dies sind Themen, bei denen Bibliothekarinnen sehr sensibel mit der Leserschaft umgehen sollten.“ (TT, fasi)

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