Letztes Update am Mi, 09.12.2015 08:19

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


ORF

ORF-Generaldirektor Wrabetz bewirbt sich um dritte Amtszeit

Alexander Wrabetz will auch zwischen 2017 und 2022 die Geschicke des ORF leiten.

Generaldirektor Alexander Wrabetz erinnert seinen "ZIB"-Anchor an dessen Platz in der ORF-Hierarchie.

© APAGeneraldirektor Alexander Wrabetz erinnert seinen "ZIB"-Anchor an dessen Platz in der ORF-Hierarchie.



Wien – ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz (55) wird sich bei der Wahl der neuen ORF-Geschäftsführung im Sommer 2016 für eine dritte Amtszeit als Chef des öffentlich-rechtlichen Senders bewerben. Dies erklärte Wrabetz in Interviews mit der APA und dem deutschen Handelsblatt. „Ich habe den Stiftungsrat informiert, dass ich eine weitere Geschäftsführungsperiode von 2017 bis 2022 anstrebe“, so Wrabetz.

„Ich glaube, dass es sinnvoll ist, meine Bereitschaft und mein Interesse ein Jahr vor Ablauf der aktuellen Periode zu zeigen. Der ORF ist gut aufgestellt, aber der Sender steht auch in den nächsten Jahren vor großen Aufgaben. Die europäischen Gesellschaften und auch die österreichische stehen vor großen Herausforderungen punkto Flüchtlingsbewegungen, Integration und sozialer Zusammenhalt. In all diesen Fragen spielt der öffentliche-rechtliche Rundfunk in ganz Europa eine große Rolle“, sagte Wrabetz.

Die Wahl des ORF-Generaldirektors findet am 9. August 2016 statt, die Wahl der Direktoren und Landesdirektoren am 15. September. Vorgenommen werden die Bestellungen durch das oberste ORF-Gremium, den 35-köpfigen Stiftungsrat. 18 Stimmen sind für eine Mehrheit notwendig. Die Mitglieder des ORF-Stiftungsrats werden von Regierung, Parteien, Bundesländern, ORF-Publikumsrat und Betriebsrat beschickt und sind - abgesehen von wenigen Ausnahmen - in parteipolitischen „Freundeskreisen“ organisiert. Die SPÖ kann derzeit auf 13 Vertreter zählen, dazu kommt der ursprünglich von BZÖ/FPK bestellte und von der SPÖ-geführten Landesregierung verlängerte Kärntner Stiftungsrat. Der ÖVP-“Freundeskreis“ umfasst 14 Mitglieder. FPÖ, Grüne, NEOS und Team Stronach haben je einen Stiftungsrat. Drei Unabhängige komplettieren das Gremium. (APA)