Letztes Update am Mi, 13.12.2017 09:00

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Medien Österreich

Flüchtlinge 2017 erneut stärkstes Thema in Zeitungen

Hinter den Themen Flucht und Asyl folgen die Nationalratswahl 2017 sowie US-Präsident Donald Trump. Das geht aus einer Themenanalyse der APA hervor.

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Wien — Die Flüchtlingssituation war nach den beiden vergangenen Jahren auch heuer das wichtigstes Thema in den heimischen Zeitungen - allerdings mit stark sinkender Tendenz. 30.516 Beiträge entstammten laut APA-DeFacto diesem Themenbereich, gefolgt vom Nationalratswahlkampf, der auf 23.995 Artikel kam.

Der Themenbereich Migration/Asyl verlor weiter an Aufmerksamkeit, im November 2017 fiel die Zahl der Nennungen wieder auf das Niveau vor 2015. Zwar verbuchte das Thema erneut die meisten Artikel im APA-DeFacto-Jahresrückblick, gegenüber dem Vorjahr (62.659 Beiträge) zeigte sich allerdings eine Halbierung.

Der Themenblock Nationalratswahlkampf 2017 übernahm dann laut der Analyse in der zweiten Jahreshälfte mit Abstand den ersten Rang und drängte beinahe jedes weitere Thema in den Hintergrund. Besonders Sebastian Kurz, der die Wahl im Oktober für sich entscheiden konnte, sticht in diesem Zusammenhang besonders heraus: Mit annähernd 12.000 Artikel fand der ÖVP-Chef in jedem zweiten Bericht zum Wahlkampf 2017 Eingang in die Berichterstattung.

Top-Themen in österreichischen Tageszeitungen 2016:

  1. Flucht und Asyl
  2. Nationalratswahl 2017
  3. US-Präsident Trump
  4. IS-Terror international
  5. Deutsche Innenpolitik
  6. EU-Türkei-Krise
  7. Arbeitsmarkt in Österreich
  8. Brexit
  9. Französische Präsidentschaftswahl
  10. Klimawandel
  11. Bürgerkrieg in Syrien/Irak-Konflikt
  12. Nordkorea
  13. Grüne in der Krise
  14. Die Neue Volkspartei
  15. Regierungskrise

Platz drei der Nennungen belegte US-Präsident Donald Trump, der auf 19.751 Artikeln kam. Neben seinem „Fake News"-Feldzug gegen amerikanische Medienvertreter sticht laut APA-DeFacto besonders die Russland-Affäre heraus, die Donald Trump das ganze Jahr über begleitet hat.

Neben dem Bereich Asyl und Migration erfuhren auch andere „Dauerbrenner" in der Berichterstattung einen Rückgang: So verbuchte das Thema (IS-)Terrorismus rund 40 Prozent weniger Beiträge als noch im Jahr 2016 (16.227). Auch der Ukraine-Konflikt bzw. die Sanktionen gegen Russland wiesen nur mehr die Hälfte der Vorjahreszahlen auf. (APA)