Letztes Update am Di, 25.06.2019 14:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Leipziger Medienpreis für Armin Wolf und zwei deutsche Journalisten

Wolf betreibe „unabhängigen Journalismus mit offenem Visier“, hieß es von Seiten der Jury. Der ZIB2-Moderator teilt sich die mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Auszeichnung mit den deutschen Journalisten Ginzel und Gerber.

Armin Wolf wird die Auszeichnung am 8. Oktober in Leipzig verliehen.

© ORF/Thomas RamstorferArmin Wolf wird die Auszeichnung am 8. Oktober in Leipzig verliehen.



Leipzig – Der Leipziger Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2019 geht an den ZIB2-Moderator Armin Wolf sowie die deutschen Journalisten Arndt Ginzel und Gerald Gerber. Damit setzt die Jury „ein deutliches Zeichen für die Pressefreiheit und ein freies, unbedrohtes und unbeschadetes Arbeiten“ von Journalisten, wie die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig am Dienstag mitteilte. Die mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 8. Oktober in Leipzig verliehen.

Wolf ist Nachrichtenmoderator und stellvertretender Chefredakteur beim ORF. Er betreibe „unabhängigen Journalismus mit offenem Visier“. Seine demokratische Grundhaltung und sein aufklärerisches Nachfragen machten ihn zu einem wichtigen Protagonisten der Meinungs- und Pressefreiheit in den Medien seines Landes, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Diskussion über Pressefreiheit

Der Arbeit von Ginzel und Gerber sei es zu verdanken, dass die Diskussion über Pressefreiheit, den Schutz von Journalisten und den Umgang mit gewaltbereiten Kritikern verstärkt geführt werde. Der TV-Journalist und der Kameramann hatten ihre von einem Demonstranten ausgelöste Kontrolle durch die Polizei am Rande einer Pegida-Demonstration in Dresden publik gemacht.

Der Medienpreis wird seit 2001 an Journalisten verliehen, die sich in herausragender Art und Weise und häufig unter Gefahr für das eigene Wohlergehen um Medienfreiheit und eine unabhängige Berichterstattung bemühen. (dpa)