Letztes Update am Mo, 18.05.2015 06:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Eurovision Song Contest

Schaulaufen vor dem Rathaus: ESC in Wien wurde eröffnet

Der Rathausplatz stand nur einen Tag nach dem Life Ball erneut im Mittelpunkt des Geschehens. Mit dem Einzug aller teilnehmenden Künstler ins Wiener Rathaus hat der Eurovision Song Contest offiziell begonnen.

Conchita Wurst führte den Einmarsch an.

© APA/HELMUT FOHRINGERConchita Wurst führte den Einmarsch an.



Wien - Die Song-Contest-Woche ist am Sonntag mit Pauken und Trompeten gestartet: Bei der offiziellen Eröffnung des musikalischen Megaevents im Wiener Rathaus empfing Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) alle 40 Länderdelegationen - die zuvor ein dreistündiges Schaulaufen am Roten Teppich hinter sich bringen mussten. Zugleich wurden mit dem Fan Cafe und dem Euroclub auch zwei weitere ESC-Locations eröffnet.

Den eigentlichen Tagesauftakt besorgte allerdings die klassische Abteilung, wurde in der Staatsoper doch die Matinee „Pop meets Opera“ mit zahlreichen Stars des Hauses, angeführt von Tenor Juan Diego Florez, und einigen ESC-Teilnehmern begangen. Letztere interpretierten dabei ihre Nummern in ungewohnter Form mit den Philharmonics als kammermusikalische Begleitung. Auch die noch amtierende ESC-Queen Conchita Wurst ließ ihren „Phoenix“ ausnahmsweise im Kammermusikformat steigen.

Fans, Wiener Sängerknaben und drei ältere Herren

Danach stand den Musikern allerdings mit dem Roten Teppich am Wiener Rathausplatz die eigentliche Prüfung bevor, mussten sie doch erst den 200 Meter langen, von Hunderten Journalisten gesäumten Roten Teppich hinter sich bringen, der vom Ring ins Rathaus führte. Dabei hatten sich neben den Medienvertretern auch Tausende Wiener und internationale Fans aufgemacht, um einen Blick auf die ESC-Sänger zu erhaschen.

Im Festsaal des Rathauses erwarteten die internationalen Musiker dann die Wiener Sängerknaben mit einer Mitklatschversion der „Ode an die Freude“ - und drei Herren reiferen Alters. So begrüßten neben Bürgermeister Häupl auch ORF-Chef Alexander Wrabetz sowie der ESC-Experte der European Broadcasting Union, Jon Ola Sand die Teilnehmer.

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„Makemakes“ noch ganz entspannt

Sukzessive zogen die Delegationen anschließend in den Euroclub in der Ottakringer Brauerei: Wo auf mehreren Floors den bisherigen ESC-Siegern gedacht wird, wagten sich im Laufe der Partynacht auch The Makemakes auf die Bühne. Im Unterschied zum Wettbewerb selbst intonierten Dominic Muhrer, Max Christ und Florian Meindl mehrere Stücke live und zeigten sich als ausgezeichnete Instrumentalisten. Dabei durfte „I Am Yours“, mit dem sie am 23. Mai im Finale antreten, nicht fehlen.

„Natürlich nimmt das ESC-Wurlen jetzt zu. Aber noch sind wir entspannt“, meinte Sänger Muhrer kurz vor dem Auftritt. Immerhin hat die Rockband am Sonntag auch ihre erste Probe in der Wiener Stadthalle hinter sich gebracht. „Vom Sound her war es schon sehr gut. Aber was das Licht, die Kamera und die Pyroeffekte betrifft, müssen wir noch ein bisschen was ändern. Das ist noch nicht ganz so, wie wir uns das vorstellen. Aber es wird schon werden.“

Kuchen von Conchita

Als Höhepunkt war Conchita als „Queen of Austria“ im Euroclub angesagt und servierte ihren Fans auch Stücke des kürzlich erschienen Debütalbums. „Das habt ihr hoffentlich schon alle“, fragte sie kokett die versammelte Meute. Ebenfalls als charmanter Entertainer hatte sich zuvor Australiens Guy Sebastian präsentiert. Er hat ebenso wie die „Big Five“, also Deutschland, Italien, Großbritannien, Spanien und Frankreich, im Laufe des Tages die Bühne in der Stadthalle auf ihre Möglichkeiten getestet. Wobei er, ganz Down Under, eine sehr lockere Philosophie vertritt: „Auch wenn alles schief geht, wir sagen trotzdem: ‚Should be right‘.“

Komplettiert wurde der Eröffnungsmarathon noch dadurch, dass der heimische ESC-Fanclub sein Eurovision Fan Cafe im Bezirk Landstraße startete - mit reiferen ESC-Stars aus Österreich. Neben Thomas Forstner, Gary Lux oder Tony Wegas hatte sich allerdings auch hier Conchita angesagt.

Damit ist die Grundlage für eine ganze Woche im Song-Contest-Zeichen gelegt. Die nächsten Höhepunkte stehen am Dienstag und Donnerstag an, wenn die beiden Halbfinals in der Wiener Stadthalle über die Bühne gehen. Der Nachfolger von Conchita Wurst als ESC-Gewinner wird dann im großen Finale am kommenden Samstag ermittelt. (APA)


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