Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 08.06.2015


Musik

In Mundart um die Wette gesungen

© Verena HoferIn einer knappen Entscheidung holte sich die Formation LeRoXa aus dem Salzburger Land nach 2014 auch heuer wieder den Sieg.Foto: Hofer



Von Verena Hofer

Fieberbrunn – Ein Abend ganz im Zeichen der Mundart ging in Fieberbrunn vor Kurzem über die Bühne. Bereits zum achten Mal fand der Mundart G’Song statt, als Veranstalter haben sich der Verein „Insa Tiroler Mundart“ und der Tatzelwurmverlag zusammengetan. Organisator Erwin Siorpaes konnte acht Musikgruppen begrüßen, die sich ein spannendes Wettsingen lieferten. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab es um den Sieg. Zu gewinnen gab es eine CD-Aufnahme im Woodway-Studio in St. Ulrich.

Dass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind, zeigten die abwechslungsreichen Texte der Lieder. Vom Regen, über das Zeit-Nehmen bzw. Keine-Zeit-Haben bis hin zum James Bond vom Land reichten die Texte. „Die Qualität ist irrsinnig gestiegen“, freute sich Veranstalter Siorpaes, der gemeinsam mit Andreas Embacher die Veranstaltung moderierte. Jede Gruppe gab zwei Lieder zum Besten, eine sechsköpfige Jury verteilte Punkte: Bewertet wurde einerseits der musikalische Vortrag, andererseits gab es Punkte für die Mundart.

Die Formation LeRoXa stahl den anderen Teilnehmern die Show. Der Bandname setzt sich aus den Vornamen der Mitglieder Lena Scheibner, Robert Innerhofer und Alexander Reicher zusammen. Die Vorjahressieger eröffneten den Abend mit den damaligen Siegertiteln und stellten sich dem heurigen Bewerb erneut. Mit den Liedern „Koa Zeit“ und „Vü Weidada“ haben die drei Musiker aus Bramberg, Rauris und St. Veit im Pongau den Nerv der Jury und des Publikums getroffen und konnten erneut den Sieg holen. Knapp geschlagen musste sich die Formation aus Oberndorf mit Kapellmeister Peter Höck geben, Peter und die Anderen errangen den zweiten Platz. Das Podium komplettierten Zeitweis aus Fieberbrunn, Aurach und Brixen.

Warten heißt es jedoch noch auf die gläsernen Siegerpokale. Bei den Vorbereitungen fiel die Leinwand he­runter und zerstörte dabei die Trophäen.