Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 13.12.2015


Tirol

Ein Tiroler in Europas Musikelite

Andreas Mader hat in seiner jungen Karriere schon vieles erreicht. Beim internationalen „Aeolus“-Wettbewerb feierte er seinen bisher größten Erfolg.

Das Saxophon ist die große Leidenschaft des Jochberger Ausnahmetalents.

© MaderDas Saxophon ist die große Leidenschaft des Jochberger Ausnahmetalents.



Von Hubert Trenkwalder

Jochberg – Vorhang auf für Tirols erfolgreiche Blasmusikjugend! Der Tiroler Musiker Andreas Mader gehört sicherlich zu den vielversprechendsten jungen Saxophonisten im Bereich der klassischen und zeitgenössischen Musik.

Im Herbst konnte er seinen bisher größten musikalischen Erfolg feiern, er erreichte beim international renommierten „Aeolus“-Blasmusikwettbewerb in Düsseldorf, das Finale, und dort den 3. Platz.

Geboren 1993 in Jochberg, wurde sein Talent schon früh erkannt und an der Musikschule Kitzbühel gefördert. „Durch mein familiäres Umfeld, speziell durch meinen Vater, kam ich schon als Kind intensiv in Kontakt mit Musik“, erinnert sich der Musiker an seine Anfänge. „Mein erster Lehrer Peter Gasteiger hat in mir die Liebe zum Saxophon geweckt.“

Die Blasmusik spielt in der Verwandtschaft des Jochbergers eine große Rolle. „Unsere Familie ist jetzt seit vier Generationen bei der Musikkapelle Jochberg aktiv, und auch ich spiele nach wie vor mit, wann immer ich zuhause bin.“

Schon seit geraumer Zeit geht Andreas Mader seinem Bachelorstudium am Conservatorium van Amsterdam nach. „Jetzt habe ich auch noch die Möglichkeit bekommen, im Rahmen des europäischen Studentenaustauschprogrammes Erasmus ein halbes Jahr in Paris zu studieren“, freut sich Andreas über eine weitere Herausforderung in seiner noch jungen Karriere. In Paris besucht er die Klasse von Claude Delangl­e am Conservatoire National Superieur de Paris, wo bereits der Erfinder des Saxophones, Adolphe Sax, unterrichtet­e.

Und auch die Liste seiner bisherigen Auftritte kann sich sehen lassen. Er trat er als Solist mit dem Kammerorchester INNstrumenti, der Windkraft-Kapelle für neue Musik, den Düsseldorfer Symphonikern und als Mitglied zahlreicher Kammermusikensembles und Orchester wie dem Milong­a Saxophon­quartett oder dem Jugendsinfonieorchester Niederösterreich auf.

In Meisterkursen konnt­e er mit weiteren Größen des klassischen Saxophons wie Vincent David (Versailles), Jan Schulte-Bunert (Köln) oder Lars Mlekusch (Konservatorium-Privatuniversität Wien) zusammenarbeiten. Vor den nächsten Karriereschritten will der junge Musiker nun sein Studium abschließen und noch an einigen Wettbewerben teilnehmen.

Ein Tipp für alle, die den Klängen von Andreas Mader in seiner Heimat lauschen wollen: „Am 26. Dezember um 19.30 Uhr wird in der Pfarrkirche Jochberg ein Weihnachtskonzert der Chorgemeinschaft stattfinden, bei dem ich auch einen Beitrag leisten werde. Darauf freu’ ich mich schon sehr“, meint Andreas. Und wir uns mit ihm. Denn von diesem Musiker wird man noch viel hören.

Smarter Bursche mit Riesentalent: Andreas Mader.
Smarter Bursche mit Riesentalent: Andreas Mader.
- Mader