Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 19.02.2017


austropop

Eintauchen in die Klangwolke der Band „Humus“

© Die Kärntner Band „Humus“ hat es geschafft, den Austropop ins neue Jahrtausend zu hieven. Und Frontmann Giovanni Jandl (3.  v. l.) steckt als treibende Kraft dahinter.



St. Veit/Glan – Sie sind mittlerweile zur Kultband geworden, die Barden von Humus aus Kärnten. Sie schreiben bodenständige, erdige Musik, die aus einem musikalischen Gefüge von Blues, Folk, Rock und Pop besteht, und sind seit einigen Jahren mit Hits wie „Kumm drah ma um“, „Muchacha“ oder „I tram“ Dauergast der österreichischen Airplay-Charts und Regional­radios.

Die fünf Sänger und Liederschreiber schaffen es, mit ihren Kompositionen und gehaltvollen Texten einen doch ziemlich unverwechselbaren Sound zu kreieren. Der spezielle Saitenklang durch den Einsatz von akustischen, elektrischen, Bass- und Steel-Gitarren, virtuos begleitet von hervorragend gespielten Mandolinen-, Bouzouki- und Banjotönen, gemeinsam mit den kräftigen Stimmen, bilden den akustischen Charakter der Band.

Giovanni Jandl, Ritschi Vejnik, der begnadete Multi-Instrumentalist Kurt Seppele, Herbert Brandstätter und Fredd­y Zitter, die Kärntner Drummer-Ikone, sind in ihrem Element, wenn sie mit ihren Instrumenten und Stimmen loslegen.

Bei ihren Live-Auftritten holen die Vollblutmusiker neben Selbstkomponiertem auch bekannte musikalische Leckerbissen aus früheren Zeiten hervor. Der Schmäh rennt und strapaziert mitunter auch die Lachmuskulatur des Publikums.

Das aktuelle Album „A Stückerl vom Leben“ behandelt die Quintessenz des Lebens mit all seinen Facetten – „Miteinander statt nebeneinander“. Giovanni Jandl meint: „Unsere Botschaft lautet recht universell Ja zum ,Jetzt und Hier‘, aber nicht ohne Blick in eine spannende Zukunft und zurück auf Vergangenes und Traditionelles.“

Im bewährten, unverkennbaren Stil erklingt Humus auf der neuen CD noch erdiger und authentischer. Neben Songs vom Autorenduo Giovanni und Ritschi gibt es erstmals auch Beiträge von Herbert und Kurt, die neue kompositorische Elemente einbringen.

Auch optisch präsentiert sich Humus auf dem Cover erfrischend anders, nämlich handgezeichnet – keine computeranimierte Grafik, keine digitalen Spielereien, sondern liebevoll mit Blei- und Buntstiften zu Papier gebracht – ganz im Sinne von Humus, die bewusst auf Synthesizer und digitalen Schnickschnack verzichten.

Jandl: „Wir machen ehrliche Musik, so ist und bleibt Humus!“ (hubs)


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