Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 12.05.2018


Bezirk Schwaz

Junge Staner beweisen viel Herzblut für Musik

Vom Solo beim Muttertagskonzert bis zur eigenen Musikgruppe – die drei 13-jährigen Staner stehen in ihrer Freizeit am liebsten auf der Bühne.

© FankhauserMaximilian Meixner, Matthias Gürtler und Simon Vötter (v. l.) spielen beim Muttertagskonzert der MK Stans nicht nur ein Solo, sondern stehen auch mit ihrer Gruppe „Staner Blech“ auf der Bühne.Foto: Fankhauser



Von Eva-Maria Fankhauser

Stans – Mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen, die Instrumentenbox lässig über der Schulter hängend und in Lederhosen sind die drei Jungmusiker aus Stans unterwegs ins Probelokal. Nervös sind sie bis dahin nicht. Aber das wird noch kommen. Sie gelten beim heurigen Muttertagskonzert der Staner Musikkapelle als einer der Höhepunkte.

Am Samstag um 20 Uhr ist es so weit. „Kurz davor werden wir schon ein bisschen nervös sein“, meint Maximilian Meixner. „Aber sobald wir spielen, sind wir wieder ganz ausgeglichen“, wirft Matthias Gürtler ein und Simon Vötter stimmt ihm nickend zu. Die drei Trompeter dürfen nämlich ein Solostück spielen und darauf sind sie richtig stolz. Die 13-Jährigen haben gerade ihr Silbernes Leistungsabzeichen mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen und bereiten sich jetzt aufs Goldene vor. Da ist das Konzert in der Volksschule Stans für alle Mütter etwas Besonderes. Insgesamt werden 64 Musikanten auf der Bühne stehen und von der klassischen Ouvertüre bis hin zu moderner Filmmusik das Publikum begeistern.

Das letztjährige Muttertagskonzert werden die drei Musiker nicht so schnell vergessen. Da kam nämlich der Stein ins Rollen, sodass aus einer spontanen Jamsession eine eigene Musikgruppe entstand. Mit drei anderen Staner Musikanten hatten sie dann im vergangenen Oktober ihren ersten Auftritt beim Tag der Vereine. „Viele haben uns gratuliert zum Auftritt. Das Feedback war richtig gut“, freut sich Gürtler. Der nächste Auftritt ließ dann nicht lange auf sich warten.

Auch bei den Kollegen der Musikkapelle kam ihre Idee zur eigenständigen Gruppe gut an. „Einige meinen, dass wir so viel Erfahrung sammeln können und dazulernen“, sagt Meixner. Der Spaß steht für die jungen Musiker im Vordergrund. Etwa zehn Stunden in der Woche gehen für Proben drauf. „Das passt schon so. Die Zeit investieren wir ja alle gerne“, sagt Vötter.

Schwierig war für die Musikanten nur der Name ihrer Gruppe. „Da haben wir echt lange überlegt. Zuerst haben wir ja nur zur Gaudi geprobt. Aber dann brauchten wir einen Namen“, sagt Vötter. Nachdem viele Stichwörter und Ideen zusammengetragen wurden, kamen dann zehn mögliche Varianten auf den Tisch. „Das war wirklich nicht einfach“, erinnert sich Gürtler. Staner Blech ist am Ende herausgekommen. Immerhin spielen die drei Staner Trompete und Flügelhorn. Ihre Bandkollegen spielen zudem Schlagzeug und Tenorhorn.

Mittlerweile hat die Musikgruppe sogar ein eigenes Logo und Outfit für ihre Auftritte als Staner Blech kreiert. Die jungen Musiker beweisen nicht nur viel Engagement, sondern auch Herzblut.