Letztes Update am Do, 28.06.2018 07:33

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Musik

Ed-Sheeran-Konzert nun in Gelsenkirchen statt in Düsseldorf

Gute Nachricht für Zehntausende Fans: Ed Sheeran wird Ende Juli nun doch in Nordrhein-Westfalen singen. Nur wird er im Ruhrpott auftreten statt in der Landeshauptstadt.

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Gelsenkirchen/Düsseldorf – Der britische Superstar Ed Sheeran (27, „Shape of You“) wird nach dem Ärger um ein geplatztes Konzert in Düsseldorf nun nach Gelsenkirchen ausweichen. Das teilte der Veranstalter FKP Scorpio am Mittwochabend mit. In der Veltins Arena sind zwei Konzerte am 22. und 23. Juli geplant. Gemeinsam mit Ed Sheeran bedanke man sich bei den Fans „für ihre Geduld, ihr Verständnis und ihre Unterstützung in den Wochen der Unsicherheit“, hieß es weiter.

Düsseldorfer Lokalpolitiker hatten Sheeran nach langem Ringen am Mittwoch die Genehmigung für einen Auftritt verwehrt. SPD und FDP stimmten im zuständigen Stadtratsausschuss für die Genehmigung – CDU, Grüne, Linke und Freie Wähler dagegen.

104 Bäume hätten weichen müssen

Erstmals hätte auf einem Parkplatz der Düsseldorfer Messe ein großes Open-Air-Konzert stattfinden sollen. Dafür hätten aber 104 Bäume gefällt werden sollen. Vor Monaten schon waren 85.000 Tickets für das Konzert verkauft, das am 22. Juli stattfinden sollte.

„Das ist ein sehr, sehr schlechter Tag für Düsseldorf“, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD), der sich für Sheeran und ein neues Open-Air-Gelände in der Landeshauptstadt ins Zeug gelegt hatte. „Da wurde eine Riesenchance vertan. Das wird uns als Event-Metropole zurückwerfen.“ Vonseiten der FDP hieß es gar, Düsseldorf mache sich mit der Entscheidung lächerlich.

Die Grünen freuten sich hingegen darüber, dass die Bäume nun doch nicht gefällt werden müssen. „Das bringt Düsseldorf gar nichts. Wir wollen hier auch kein Wacken, das halten wir für unpassend“, sagte CDU-Fraktionschef Rüdiger Gutt mit Blick auf das große Heavy-Metal-Festival im Norden.

Der Veranstalter hat bereits angedeutet, bei weiteren Konzertplanungen um Düsseldorf künftig einen Bogen zu machen. (dpa)


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