Letztes Update am Fr, 29.06.2018 18:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA

Millionenklage gegen Ed Sheeran: Bei Marvin Gaye abgeschrieben?

Sheeran soll unter anderem Rhythmus und Melodie des Gaye-Songs „Let‘s Get It On“ aus dem Jahr 1973 für seinen Hit „Thinking Out Loud“ verwendet haben. Kläger ist eine Firma, die einen Teil der Urheberrechte des Gaye-Songs hält.

© AFP/ LEAL-OLIVASEd Sheeran.



London, New York — Der britische Popstar Ed Sheeran (27) ist auf Zahlung von 100 Millionen US-Dollar (rund 86 Millionen Euro) verklagt worden, weil er sich angeblich bei einem Song des Soulsängers Marvin Gaye bedient haben soll. Das berichtete am Freitag die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Gerichtsdokumente aus New York.

Sheeran, so der Vorwurf, habe unter anderem Rhythmus und Melodie des Gaye-Songs „Let's Get It On" aus dem Jahr 1973 für seinen Hit „Thinking Out Loud" verwendet. Kläger ist demnach eine Firma namens Structured Asset Sales (SAS), die einen Anteil an den Urheberrechten des Gaye-Songs hält.

So klingen die beiden Songs:


Bei Streit von Vater getötet

Gaye wurde 1984 von seinem eigenen Vater bei einem Streit getötet — einen Tag vor seinem 45. Geburtstag. Ähnliche Vorwürfe gegen Sheeran brachten bereits vor zwei Jahren die Erben des 2003 gestorbenen Edward Townsend vor. Townsend hatte „Let's Get It On" gemeinsam mit Gaye geschrieben. Sheeran wies die Vorwürfe stets zurück. Laut BBC ist unklar, ob der Streit mit den Townsend-Erben beigelegt wurde. (APA/dpa)