Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.01.2019


Konzert in Innsbruck

Der Nino aus Wien:Die Magie des Liederschreibens

Der Nino aus Wien hat in zehn Jahren zehn Alben veröffentlicht. Heute live in Innsbruck.

Der Nino aus Wien (eigentlich Nino Mandl) gerät ins Schwärmen, wenn er vom Songwriting erzählt, mit der Gitarre immer dabei.

© APA/HANS KLAUS TECHTDer Nino aus Wien (eigentlich Nino Mandl) gerät ins Schwärmen, wenn er vom Songwriting erzählt, mit der Gitarre immer dabei.



Innsbruck – Als „Bob Dylan vom Praterstern“ preist das Treibhaus seinen heutigen Gast an: Der Nino aus Wien bespielt ab 20.30 Uhr den Szene-Tempel in der Innsbrucker Angerzellgasse.

Zehn Jahre ist der Wiener Sänger und Songwriter im Geschäft. Zehn Alben hat er schon vorzuweisen – ein ordentlicher Output. Das Liederschreiben ist schließlich seine Passion. „Routine ist es niemals, Liederschreiben kann immer eine ganz bestimmte, schwer zu erklärende Magie erzeugen“, gerät der Nino gegenüber der TT geradezu ins Schwärmen. „Ich brauche eine Gitarre zum Schreiben. Ich singe meine Lieder. Ich vertone keine geschriebenen Texte, ich schreibe Lieder mit Gitarre“, verrät der Musiker. Um nachdenklich anzufügen: „Ich bin ein unruhiger Mensch, deshalb hab’ ich wohl so viele Lieder geschrieben, verhältnismäßig viele Alben rausgebracht. Es ist ein schnelles Leben.“

Sein aktuelles, zehntes Album heißt schlicht der „Nino aus Wien“. Rechtzeitig zum zehnjährigen Jubiläum ist es auf den Markt gekommen.

Von Zahlenspielen hält der Interpret selbst allerdings wenig. „Langsam nervt mich das Wort Jubiläum schon. Selber schuld, ich habe damit begonnen. Das neue Album ist ein schnell gemachtes Album, muss man sagen. Ich habe die Lieder zwischen Jänner und April 2018 geschrieben.“

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Trotzdem ist er mit dem Ergebnis zufrieden: „Ich finde, es ist nicht das schlechteste Nino-aus-Wien-Album. Es sind Lieder, die ich alle gerne geschrieben habe. Und die Produktion von Paul Gallister liebe ich genauso wie das Spiel meiner Band.“

Live-Auftritte sind für ihn unverändert ganz speziell. „Ich bin viel herumgekommen, habe viel gelernt und erlebt. Es waren viele tolle Konzerte dabei, sowohl vor 10 Leuten als auch vor 1000.“

Ninos privater Musikkonsum ist, technisch gesehen, zweigeteilt. „Ich höre sehr gerne spotify, weil es praktisch ist, schnell Musik zu finden, die man sucht. Aber ich höre auch irrsinnig gerne CDs, ganze Alben. Das Album war in den 60er-Jahren wohl bedeutender als heutzutage, aber ich bin halt auch ein großer 60er-Jahre-Fan, und Alben zu machen, ist eigentlich mein größtes Hobby.“

Mit 31 macht er sich über die Zukunft keine großen Gedanken. „Ich habe eigentlich keinen Plan, aber mir wird schon immer wieder etwas einfallen. Was ich aber immer schon machen wollte, und wahrscheinlich bald machen werde, ist ein Buch. Eine Mischung aus Kochbuch und Gedichtband.“ (TT)