Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 11.01.2019


Konzert

Donots im Innsbrucker Hafen: „Eine Lawine gegen White Power“

Akrobatisch: „Donots“-Sänger Ingo Knollmann am Mittwochabend im Innsbrucker Hafen.<span class="TT11_Fotohinweis">Foto: Gasser</span>

© Akrobatisch: „Donots“-Sänger Ingo Knollmann am Mittwochabend im Innsbrucker Hafen.Foto: Gasser



Die deutsche Punkband Donots startete am Mittwoch ihre „Lauter als Bomben"-Tour im Hafen Innsbruck. Die noch unverbrauchte Band veranstaltete ein energiegeladenes Punkspektakel aus Schweiß und Antifaschismus.

Sänger Ingo und sein Bruder Guido Knollmann bildeten den Partymotor, mit starken Ansagen, Lufttritten und -sprüngen. So viel körperlicher Einsatz führte bei beiden schon nach dem ersten Lied zu sichtbaren Schweißausbrüchen. Gitarrist Guido Knollmann ließ sich nicht einmal von einer gebrochenen Rippe einbremsen.

Auf Ingos T-Shirt prangte die klare Beschreibung „Antifascist". Die Donots zeigten sich von den Schneemassen in Tirol beeindruckt: „Die Einzigen, denen ich eine Lawine mitten ins Gesicht wünsche, sind Nazis. Eine Riesenlawine gegen White Power!"

In elf veröffentlichten Alben haben die Donots ihren teilweise melancholischen Poppunk kultiviert. Seit dem vorletzten Album singen sie hauptsächlich auf Deutsch, was ihre politische Wut noch stärker zum Ausdruck bringt. Ob sie tatsächlich lauter als Bomben waren, bleibt zu bezweifeln. Die Botschaft kam aber jedenfalls an. (lg)

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