Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 20.01.2019


Musik

„Läts Fetz“ weiter auf Erfolgskurs

Drei junge Ötztaler Musikanten mischen mit lässigem Sound und ansteckender Fröhlichkeit die volkstümliche Szene Tirols auf.

„Läts Fetz“ starten mit neuen Songs erfolgreich in ihr drittes Karriere-Jahr.

© Tyloris„Läts Fetz“ starten mit neuen Songs erfolgreich in ihr drittes Karriere-Jahr.



Von Hubert Trenkwalder

Längenfeld – Wenn man die Geschichte vom kometenhaften Aufstieg der jungen Formation Läts Fetz von Anfang an erzählen will, kommt man um ein Datum nicht herum. Am 21. Juli 2017 machten sich die drei Ötztaler Freunde Emanuel, Patrick und Simon auf den Weg ins Zillertal, um an einem Nachwuchsmusikantenwettbewerb, dem so genannten „Goldenen Sepp“, teilzunehmen.

Organisiert wurde dieser von den Zillertaler Mandern, die zu diesem Zeitpunkt ja schon zu den absoluten Superstars der heimischen Musikszen­e zählten. Und siehe da: Emanuel Pflug und sein­e zwei Mitstreiter waren selbst ganz „baff“, dass sie als Sieger aus diesem Bewerb hervorgingen. „Das war ein enormes Karriere­sprungbrett für uns“, erinnert sich Bandleader Emanuel, denn an diesem Abend spielten sie sich nicht nur in die Herzen des Publikums, sondern nahmen den Hauptpreis – einen Plattenvertrag bei der renommierten Plattenfirma Tyrolis – mit heim ins Ötztal.

Bald darauf folgte der Release ihres erfolgreichen Debütalbums „Macho­s sein out, Tiroler sein in“. Damit stürmten sie sämtliche Hitparaden der Volksmusik. Und schon ein Jahr nach Veröffentlichung ihres Erstlings erschien jetzt zu Jahresbeginn mit „Höllawind, mei Alte spinnt“ der nächste Streich der drei Musiker.

Und man merkt es förmlich in jedem Ton, dass die Leidenschaft, neue Lieder zu komponieren und damit ihr Publikum zu begeistern, in ihnen lodert.

Die Songs entstehen nicht auf dem Reißbrett eines findigen Ghost­writers, sondern zuhause im Proberaum. „Wir treffen uns tatsächlich wöchentlich, um an gemeinsamen Ideen zu feilen“, verrät Emanuel im Gespräch mit der TT. „Manchmal kommt gar nix raus und manchmal läuft es wie geschmiert.“

Die Intention von Läts Fetz ist schnell erklärt. Emanuel: „Ich glaube, unsere Stärken sind die Unbeschwertheit und unser lockerer Zugang zu den Themen, über die wir singen. Herzschmerz und Romantik, Berge hin und Täler her, das sollen andere machen.“ Gute Laun­e und Augenzwinkern, witzige Texte und eine gehörige Portion Ötztaler Originalität, das sind die Zutaten für einen gelungenen Auftritt.

Und in diesem Jahr gibt es unzählige Gigs, bei denen Läts Fetz genau das unter Beweis stellen wollen. „Ganz besonders freue­n wir uns auf Einladungen von namhaften Kollegen, bei ihren Festivals aufzutreten“, so Emanuel. Beim Pfundskerle-Fest oder beim diesjährigen Juzi-Open-Air sind sie mit von der Partie.

Und dazwischen wird wieder wöchentlich an neuen Ideen gefeilt, um in diesem Tempo weiter unbeschwerte Songs aus dem Ärmel zu schütteln. Und derer haben die drei garantiert noch viele im Köcher!

Emanuel Pflug.
Emanuel Pflug.
- Tyrolis