Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 27.02.2019


Bezirk Kitzbühel

Abenteuer improvisierte Musik beim Festival artacts in St. Johann

Große Resonanz bei kleinen Konzerten wünscht sich das diesjährige Festival artacts, das im März St. Johann mit Jazz und improvisierter Musik fluten will.

Joe McPhee (r.) war schon Gast in St. Johann. artacts bietet neben den Konzerten auch 2019 Workshops und Kinderprogramm an.

© KCetrioloJoe McPhee (r.) war schon Gast in St. Johann. artacts bietet neben den Konzerten auch 2019 Workshops und Kinderprogramm an.



St. Johann – Man wisse nie genau, was passiert, das sei das Schöne an improvisierter Musik, meint Hans Oberlechner. Der artacts-Gründer tritt gemeinsam mit Karin Girkinger heuer zum nunmehr 19. Mal an, um Jazz und vor allem improvisierte Musik in seinem Festival den St. Johannern und allen Gästen näherzubringen. artacts19 geht dort von 15. bis 17. März über die Bühne.

Allzu viel dem Zufall überlässt man in der Programmgestaltung allerdings nicht, wie in den letzten Jahren setzen Oberlechner und Girkinger auf einen ausgewogenen Mix zwischen arrivierten Jazz-Größen und experimentierfreudigen Newcomern. Viele der Aushängeschilder sind artacts-­Kenner, unter ihnen etwa der diesjährige „Programm­coverboy“ Conny Bauer (feiert heue­r seinen 80er) oder Saxophonist Joe McPhee.

Auch wenn diese schon öfters Gäste in St. Johann waren, sind sie auch heuer wieder in neuen Formationen und neue­n Programmen zu sehen. So etwa der Deutsche Conn­y Bauer, der das Festival am 15. März mit seinem Solo­programm „Der gelbe Klang“ eröffnen wird. Gemeinsam mit Bruder Matthias und Drummer Dag Magnus Narvesen schließt er den musikalischen Reigen am Samstag als Trio ab. Demgegenüber stehen experimentelle, rockigere Klänge, etwa vom Trio BIC, das jüngeres Publikum anlocken soll.

Nach wie vor könne man sich auf das Stammpublikum verlassen, meint Oberlechner, das auch im letzten Jahr dafür sorgte, dass die Gigs restlos ausverkauft waren. Zwar will artacts zum Jubiläum 2020 „richtig klotzen“, wie Girkinge­r betont, trotzdem würde man die Alte Gerberei allein der Atmosphäre halber nie zugunsten eines größeren Raumes verlassen. (bunt)

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