Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 05.03.2019


Innsbruck

Sängerknaben: 200 Mitwirkende bei Bachs Matthäus-Passion

Am Beginn der Fastenzeit steht bei den Wiltener Sängerknaben ein Programmhöhepunkt des Jahres. Seit Wochen bereiten sie sich darauf vor.

Mehrere Chöre, Musiker, Solisten: Die Matthäus-Passion verlangt ein Großaufgebot an Personal. Dieses Foto der Wiltener Sängerknaben entstand bei der Aufführung im Jahr 2017.

© Reinhold SiglMehrere Chöre, Musiker, Solisten: Die Matthäus-Passion verlangt ein Großaufgebot an Personal. Dieses Foto der Wiltener Sängerknaben entstand bei der Aufführung im Jahr 2017.



Innsbruck – Heute ist Faschingsdienstag – oder anders ausgedrückt: der Tag des Abgesangs auf die närrische Saison, begleitet von viel Lärm und „Täterää!“. Am Aschermittwoch startet dann die vorösterliche Fastenzeit mit entsprechend stimmungsvollem Rahmenprogramm. Ein ziemlicher Kontrast.

Die Wiltener Sängerknaben befinden sich schon seit Wochen in Vorbereitung und Proben für ihren großen Auftritt am kommenden Samstag (9. 3.) in der Wiltener Basilik­a: Mit Beginn um 17 Uhr werden beide Teile der „Matthäus-Passion“ von Johann Sebastian Bach (BWV 244) aufgeführt.

150 Sänger – Buben und Erwachsene, aufgeteilt auf mehrere Chöre –, dazu Solisten und das Barockorchester Academi­a Jacobus Stainer werden aufgeboten, um die Leidensgeschichte Jesu bis zu dessen Tod am Kreuz darzustellen. Die textliche Basis des Oratoriums bildet das Evangelium nach Matthäus.

Insgesamt wirken 200 Personen mit. Die große Zahl der Akteure bringt es mit sich, dass selbst der Probenplan zur organisatorischen Herausforderung wird. Gestaffelt nach Stimmen und Chor (Nachwuchs-, Konzert- bzw. Kammerchor) wird vor Chorleiter Johannes Stecher Aufstellung genommen.

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In der Gesamtheit soll ein eindrucksvolles Klangbild entstehen, wie schon in der Vergangenheit. Denn die Matthäus-Passion wurde zum fixen Bestandteil im Konzert-repertoire der Wiltener Sängerknaben. „Wir singen dieses große Werk Bachs heuer schon zum vierten Mal“, erzählt Johannes Stecher. „Die Kinder lieben dieses Werk und kennen es zur Gänze.“

Die Solisten wie Oliver Sailer, Pascal Ladner oder David Kerber stammen samt und sonders aus den Reihen der „Wiltener“. Mit Tenor Paul Schweinester und Bassbariton Matthias Hoffmann sind darüber hinaus zwei ehemalige Sängerknaben zu hören, die den internationalen Durchbruch als Opernsänger geschafft haben.

Gehaltvolles für die Ohren liefern die Interpreten, für das leibliche Wohl ist aber auch gesorgt. In der Pause wird Fastensuppe gegen freiwillige Spenden angeboten, zur Stärkung der Zuhörer. (mark)