Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 27.04.2019


Musik

Viel Prominenz um den Regenten Beethoven

Die Innsbrucker Meister&Kammerkonzerte der nächsten Saison stehen im Zeichen von Alter bis sogar Neuer Musik und mit viel Wiener Klassik.

Mitsuko Uchida wird im ersten Meisterkonzert zwei Klavierkonzerte von Mozart spielen.

© justin-pumfreyMitsuko Uchida wird im ersten Meisterkonzert zwei Klavierkonzerte von Mozart spielen.



Innsbruck – Alte Bekannt­e, Stammgäste aus anderen Konzertreihen sowie in Tirol debütierende Solisten und Ensembles, darunter aktuelle Shootingstars, bescheren die von Eva Maria Sens programmierten Meister&Kammerkonzerte Innsbruck in der Saison 2019/20. Für die Kammerkonzerte hat der Große Saal im Haus der Musik die Eignungsprüfung bestanden, der Zyklus wird zur Gänze dorthin übersiedeln. Kommenden Dienstag findet mit dem Kuss-Quartett also der letzte Abend der städtischen Kammerkonzertreihe im (kleineren) Saal des Konservatoriums statt.

Im Reigen der Meister im Congress: das Mahler Chambe­r Orchestra mit Mitsuko Uchida, die Staatskapell­e Dresden unter Philippe Herreweghe, das Tonhalle Orchester Zürich unter seinem Chefdirigenten Paavo Järvi mit Klarinettist Martin Fröst, die Klavierschwestern Labèque und die Kammerorchester von Lausanne (mit Pianist Lucas Debargue), Basel (mit Pianist Alexander Melnikov) und Bremen (mit Geiger Christian Tetzlaff). Die letztgenannten Solisten spielen Klavier­konzerte und das Violinkonzert von Beethoven.

Mark Padmore singt im letzten Kammerkonzert Lieder von Franz Schubert und Robert Schumann.
Mark Padmore singt im letzten Kammerkonzert Lieder von Franz Schubert und Robert Schumann.
- Marco Borggreve

Ludwig van Beethoven wird 2020 (und schon davor) anlässlich seines 250. Geburts­tages in beiden Zyklen präsent sein, aber auch Béla Bartóks Tod vor 75 Jahren wird gedacht. Die Shootingstars des französischen Quatuor Arod bringen sein viertes Streichquartett mit und Starpianist Kirill Gerstein die Klavier­sonate. Der stilistische Bogen reicht von Alter bis nun auch schon Neuer Musik, so spielt das Notos Quartett ein neues Werk von Beat Furrer.

Weiters in den Kammerkonzerten zu erleben sind die Quartette Brentano, Emerson und Jerusalem, auf Viola und Cembalo das Duo Antoine Tamestit und Masato Suzuk­i sowie mit einem Liederabend Mark Padmore und Till Fellne­r. (u.st.)