Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 17.05.2019


Osttirol

Die Kulturspur Osttirol stellt sich erstmals vor

Morgen präsentieren sich zehn Einrichtungen am Johannesplatz. Die Homepage und eine „Kulturlandkarte“ wurden bereits vorgestellt.

Manfred Hainzl, Claudia Moser und Richard Piock (v. l.) repräsentieren das Netzwerk Kulturspur Osttirol, das sich einer Qualitätssteigerung und Professionalisierung der heimischen Ausstellungsbetriebe widmen wird.

© Christoph BlassnigManfred Hainzl, Claudia Moser und Richard Piock (v. l.) repräsentieren das Netzwerk Kulturspur Osttirol, das sich einer Qualitätssteigerung und Professionalisierung der heimischen Ausstellungsbetriebe widmen wird.



Von Christoph Blassnig

Lienz – Richard Piock hat klare Zielvorstellungen: „Die Bevölkerung im Bezirk soll sich der eigenen kulturellen Schätze bewusst werden und an einem Gedächtnisspeicher teilhaben, in dem die Kulturgüter systematisch erfasst, aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden. Das ist die Aufgabe des Netzwerkes Kulturspur Osttirol.“

Der Verein wurde im August des Vorjahres gegründet. Als Obmann firmiert Piock selbst, Geschäftsführer ist Manfred Hainzl, der diese Funktion auch in Aguntum innehat. Seit 1. Mai unterstützt Claudia Moser als wissenschaftliche Mitarbeiterin den Museumsverband. Moser hat mit ihrem Sommerprojekt „Spielfeld Kultur“ auf der Tammerburg ein beliebtes Kulturangebot für Kinder geschaffen.

Das Logo der Kulturspur soll zu einer Marke im Bezirk und darüber hinaus werden.
Das Logo der Kulturspur soll zu einer Marke im Bezirk und darüber hinaus werden.
- Kulturspur Osttirol

Die Kulturspur dient als Dachorganisation der musealen Einrichtungen im Bezirk. Inzwischen ist die Anzahl der Mitglieder auf 17 angewachsen, und es sollen noch mehr werden. Zu den Großen zählen Aguntum, Burg Heinfels und Schloss Bruck, Beispiele für kleine Sammlungen sind etwa der Kammerlanderhof in Thurn und der Wurzerhof im Winkeltal. „Entscheidend sind nicht die Größe oder die Geldtasche, sondern die jeweilige Besonderheit“, sagt Hainzl. Am Montag beginnt eine digitale Inventarisierung. Es gebe viele gleichartige Sammlungen, erklärte Piock. „Durch die Bestandsaufnahme finden wir Überschneidungen und können gemeinsam Schwerpunkte für die verschiedenen Orte festlegen.“ Dadurch erreiche man eine Professionalisierung und Qualitätssteigerung in den Ausstellungen. „Außerdem sehen wir uns als Bildungsplattform, die Angebote für das Museumspersonal zur Verfügung stellt.“

Der Internetauftritt des Museumsverbandes ist unter der Adresse www.osttiroler-kulturnetzwerk.at online gegangen. Aufgelegt wurde auch eine „Kulturlandkarte“, ein Folder im Taschenformat, in dem sich alle derzeitigen Mitglieder in Bildern und mit einem Kurztext vorstellen. Morgen von 9 bis 14 Uhr präsentieren sich zehn Einrichtungen am Johannesplatz.




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