Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 30.07.2019


Bezirk Kitzbühel

25 Jahre im Zeichen der Kammermusik

Im August steht Hopfgarten wieder ganz im Zeichen der Kammermusik, wenn einige der besten Musiker Europas zu Gast sein werden.

Ein Höhepunkt ist jedes Jahr das festliche Eröffnungskonzert in der barocken Pfarrkirche.

© KMF/RitschEin Höhepunkt ist jedes Jahr das festliche Eröffnungskonzert in der barocken Pfarrkirche.



Hopfgarten i. Br. – Im Jubiläumsjahr des Kammermusikfestes Hopfgarten stehen vor allem Begegnungen mit einigen der Musiker, die das Festival in diesen 25 Jahren geprägt haben, im Mittelpunkt. Allen voran natürlich Ramon Jaffé, Cellist und künstlerischer Leiter seit dem ersten Festival; der Geigenvirtuose Benjamin Schmid, ebenfalls „Mann der ersten Stunde“, mit seiner Frau, der Pianistin Ariane Haering; Hansjörg Albrecht, Leiter des Bachorchesters und Bachchores München und „Hausorganist“ an „seiner“ Metzler-Orgel in der Hopfgartner Pfarrkirche; Arkadi Marasch, 1. Konzertmeister der Staatskapelle Halle und langjähriger KMF-Stammgast; Kontrabassist Johannes Gasteiger aus Kitzbühel – sie allen waren bereits oftmals beim Kammermusikfest zu Gast und werden auch heuer in Hopfgarten zu hören sein.

Begegnungen mit großen Werken der Kammermusik und vielen, vielleicht auch weniger bekannten Kompositionen versprechen die Konzerte, die jeweils unter einem thematischen Motto stehen. Den Auftakt (Do, 22. Aug.) bilden diesmal die drei musizierenden Generationen der Familie von Benjamin Schmid. Er wird gemeinsam mit seiner Frau, der Pianistin Ariane Haering, seinen vier Kindern (7 bis 13 Jahre) und seinem Vater Gerhard (79) auf der Bühne stehen. Ein Generationenkonzert der besonderen Art.

Ein Ereignis ist jedes Jahr das Eröffnungskonzert in der barocken Pfarrkirche (Sa, 24. Aug.) – diesmal mit „Wiener Impressionen“ –, mit Werken von Mozart, Gerhard Schedl, Joseph Haydn und Anton Bruckner/Erwin Horn. Wie jedes Jahr spielt die große Metzler-Orgel in der Pfarrkirche dabei wieder eine Hauptrolle.

„Apotheose der Romantik“, so der Titel des Dienstagskonzerts (27. Aug.) mit Werken des Komponisten und Dichters E.T.A. Hoffmann, von Sergei Rachmaninow, Robert Schumann und mit Arnold Schönbergs berühmtem spätromantischem Klavierquartett „Verklärte Nacht“. – Ein opulentes Barockfest in Dur und moll wird am Freitag (30. Aug.) gefeiert.

Den Abschluss des Kammermusikfestes bilden am 31. August wieder die „Gipfelgenüsse“: ein kleines, aber feines Konzert mit den Musikern des KMF 2019 mit einem ebenso feinen kulinarischen Vorprogramm auf dem Gipfel der Hohen Salve in der höchsten Wallfahrtskirche Österreichs auf 1829 m Seehöhe.

Das erfolgreiche Grundkonzept des Festivals ist seit 25 Jahren unverändert: Keine fixen Ensembles, keine Konzert-Routine – Musiker aus ganz Europa proben und erarbeiten unter der künstlerischen Leitung von Ramon Jaffé das Programm gemeinsam in Hopfgarten. Eine sommerlich entspannte, aber intensive „Arbeitswoche“ in freundschaftlicher Atmosphäre, bei der jedoch Wert auf höchste musikalische Qualität gelegt wird.

Kartenvorverkauf: bei allen Ö-Ticket-Verkaufsstellen, www.oeticket.com, bei allen Raiffeisenbanken und unter tickets@kammermusikfest.com. (TT)