Letztes Update am Fr, 09.08.2019 11:18

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Musik

„Unverschämte Erpressung“: Lady Gaga soll „Shallow“ geklaut haben

Mit dem Lied “Shallow“ feiert Lady Gaga zusammen mit ihrem Schauspielkollegen Bradley Cooper große Erfolge. Doch nun behauptet ein unbekannter Musiker, dieser Ruhm sei ungerechtfertigt. Sein Lied sei als Vorlage für den Hit missbraucht worden. Es geht um drei Noten.

Lady Gaga.

© AFPLady Gaga.



Innsbruck — Hat sich Lady Gaga ungefragt bei einem Musikerkollegen bedient und Teile ihres Hits "Shallow" geklaut? Steve Ronsen beantwortet diese Frage mit "Ja". Der weitgehend unbekannte Songwriter behauptet, dass Gaga sich an seinem Song "Almost" bedient habe, berichtet Page Six.

Speziell gehe es um eine Abfolge von drei Noten (G-A-H) in der sogenannten Hookline von "Shallow". Diese hatte Ronsen bereits für sein Lied aus dem Jahr 2012 verwendet. Er und sein Anwalt hätten nun "Millionen an Millionen" von Dollar gefordert, um die Sache außergerichtlich zu klären, heißt es in dem Medienbericht. Andernfalls würden die beiden einen Gerichtsprozess anstreben.

Das Anwaltsteam von Lady Gaga bezeichnete die Forderung unterdessen unter anderem als "unverschämte Erpressung". Die Notenabfolge komme bereits seit Jahrhunderten immer wieder in Musikstücken vor und "Almost" klinge nicht einmal annäherungsweise so wie "Shallow". Als ein Beispiel nannten die Juristen das Lied "Dust In The Wind" von Kansas aus dem Jahr 1978.

"Shallow" entstand 2016 in einer Co-Produktion Gagas mit dem Produzenten Mark Ronson sowie den Musikern Anthony Rossomando und Andrew Wyatt. Die 33-Jährige nahm das Lied zusammen mit dem Schauspieler Bradley Cooper für den gemeinsamen Erfolgsfilm "A Star Is Born" auf und enthielt dafür unter anderem einen Oscar und zwei Grammy Awards.

Der Anwalt Ronsens gab hingegen in einer Stellungnahme an "Page Six" bekannt, dass ein Musikprofessor festgestellt habe, dass sich die angesprochene Hookline beider Lieder signifikant in Sachen Tempo, Melodie, Rhythmus und Harmonie gleiche. Das Anwaltteam von Lady Gaga sei um ein gegensätzliches musikalisches Gutachten gebeten worden, das jedoch bis dato nicht vorgelegt worden sei. (TT.com)


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