Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 12.08.2019


Bezirk Reutte

“Huanza“ im Außerfern: 30 Jahre Kulturzeit will groß gefeiert sein

Mit immer weniger Geld liefert der „Huanza“ trotzdem ein abwechslungsreiches fünfwöchiges Programm.

Huanza – Name und Symbol des Kulturvereins, der seit drei Jahrzehnten die „Kulturzeit“ ausrichtet.

© Mittermayr HelmutHuanza – Name und Symbol des Kulturvereins, der seit drei Jahrzehnten die „Kulturzeit“ ausrichtet.



Von Helmut Mittermayr

Außerfern – Mit dem Start der 30. Kulturzeit am 7. September feiert ein Verein ein rundes Jubiläum, dessen Wirken in drei Jahrzehnten eine Bandbreite von größter öffentlicher Erregung bis knapp unter der Wahrnehmungsschwelle aufwies. 1989 startete der „Huanza“, um Schwung in die verstaubte Außerferner Kulturszene zu bringen. Erster Obmann war Armin Walch. Es folgten Sigi Wacker, Johannes Leismüller, Sisi Taferner, Alexander Holzhammer und nun seit bereits zehn Jahren Veronika Kunz-Radolf.

Die Tannheimertalerin stellte gemeinsam mit ihrem engagierten Huanza-Team das abwechslungsreiche Programm der diesjährigen Kulturzeit im Reuttener Hotel Wolke 7 vor. Unter www.huanza.at wird im Lauf der kommenden Woche das gesamte Programm abrufbar sein, Booklets werden zudem in Banken aufgelegt.

Einen ersten Höhepunkt wird es gleich zur Eröffnung geben. In der am Samstag, 7. September, neu eröffneten Zeiller Galerie im Untermarkt werden „Menschenbilder“ des verstorbenen Reuttener Malers Rolf Aschenbrenner gezeigt; gefolgt von Lichtspielen auf der Kirchwiese. Bis 12. Oktober jagt dann fünf Wochen lang ein sehenswerter Programmpunkt den nächsten – unter anderem ein Remake des heiteren Fernsehberuferatens „Was bin ich?“ mit Robert Lembke, das genau vor 30 Jahren bei der Huanza-Gründung eingestellt wurde. Der Kulturverein bringt es unter „Wer bin ich?“ in die Bücherei Reutte.

Dass die Kulturarbeit für den Huanza angesichts sich verknappender Budgets und abnehmender Sponsorentätigkeit schwieriger geworden ist, will Kunz-Radolf gar nicht verheimlichen. 1991 standen dem Huanza für die Kulturzeit noch 684.978 Schilling (49.779 €) zur Verfügung. Nun sei es gar nicht inflationsangepasst deutlich weniger.




Kommentieren


Schlagworte


Mehr Artikel aus dieser Kategorie

Erfolgreiche Sängerin, Songwriterin und Produzentin: Monika Martin.Volksmusik
Volksmusik

Monikas schönster Liebesbrief

Die Grazer Schlagerikone mit der unverwechselbaren Stimme legt ihr neues Album vor und stürmt damit die internationalen Charts.

Markz, Kretzy, Shoe-T und DJ Dan Lee in Action.Musik aus Tirol
Musik aus Tirol

Zwischen Heimathymne und Battle-Rap: AUTsiderz begeistern mit „Z.I.R.L“

Ehrlichen Hiphop mit tiefgründigen Texten machen Kretzy, Markz, Shoe-T und DJ Dan Lee zusammen als „AUTsiderz“ – sind damit aber bisher recht unbekannt. Ihr ...

soundstube
Heute Abend findet in der Pfarrkirche der Marktgemeinde Hopfgarten das festliche Eröffnungskonzert des Kammermusikfestes statt.Bezirk Kitzbühel
Bezirk Kitzbühel

„Wiener Impressionen“ in der barocken Pfarrkirche

Heute Abend gibt es beim 25. Kammermusikfest in Hopfgarten mit dem feierlichen Eröffnungskonzert einen weiteren Konzerthöhepunkt.

Am Freitag erschien Taylor Swifts siebtes Studioalbum „Lover“.Neuerscheinung
Neuerscheinung

Neues Album von Taylor Swift: Brisantes knapp verpasst

Schmalzpop in 18 Songs: Taylor Swift hält in ihrem neuen Album „Lover“ kaum Überraschungen bereit.

Vom Stechschritt bis zum rollenden R: „Rammstein“-Frontmann Till Lindemann spielt gekonnt mit dem Klischee des Bösewichts.Konzert
Konzert

Und bist du nicht willig, so braucht es Gewalt

Zwei Abende, 100.000 Besucher: Neben Pyroshow und Deutschmetal hatten „Rammstein“ in Wien auch Klamauk zu bieten.

Weitere Artikel aus der Kategorie »