Letztes Update am Di, 08.10.2019 15:21

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Konzert

Kultfigur Hasselhoff in Innsbruck: Was die Fans heute Abend erwartet

Serienstar und Entertainer David Hasselhoff tritt am Dienstagabend im Innsbrucker Congress auf. Ein Blick auf seinen Tournee-Auftakt vor einer Woche in Hannover zeigt, was die Fans erwartet.

David Hasselhoff beim Tourauftakt in Hannover.

© dpaDavid Hasselhoff beim Tourauftakt in Hannover.



Innsbruck – Er ist: Der Typ aus „Knight Rider“, der Typ aus „Baywatch“, der Typ mit dem Burger. Und ja, er ist auch der Typ, der mit Songs wie „Looking for Freedom“ oder „Do the Limbo Dance“ Erfolge feierte. David Hasselhoff hat längst Kultstatus. Letzte Woche startete der mittlerweile 67-jährige Ex-Serienstar seine Tournee im deutschsprachigen Raum. Dort halten dem in den letzten Jahren auch durch Alkoholeskapaden auffälligen Entertainer besonders viele Fans die Treue.

Heute wird David Hasselhoff im Saal Dogana im Innsbrucker Congress auftreten. Mit neuem Album, großer Band und viel Pathos, zumindest wenn man das Tourneeauftakt-Konzert in Hannover als Richtschnur nimmt. Schon zu Beginn des dortigen Konzerts war klar: Hasselhoff ist mehr als Musik, und er kann sich inszenieren. Als Intro flimmern Szenen aus seinen Kultserien über die überdimensionierten Bildschirme hinter der Bühne, das Bühnenlicht erinnert an die Frontbeleuchtung des „Knight Rider“-Autos „K.I.T.T.“. Und auf einmal fährt „The Hoff“ im goldenen Sakko auf einem Podest aus dem Zuschauerraum in die Höhe.

Von „Baywatch“ bis Udo Jürgens

Ob Hasselhoff es ernst meint? So ganz schlau wird man aus dem folgenden Auftritt nicht. Mal spielt er Songs von seinem aktuellen Album, die stampfenden Beats der Band erinnern ein wenig an „ZZ Top“ und Hasselhoff gibt den abgebrühten Rocker. Und dann steht er wieder mit einer roten „Baywatch“-Schwimmboje auf der Bühne und singt die Titelmelodie der US-Serie, während auf den Leinwänden hinter ihm seine jüngere Version halbnackt über den Strand von Malibu rennt.

In Hannover grölt das Publikum in weiterer Folge zu „Sweet Caroline“, schunkelt zu einem Cover von Udo Jürgens und feiert Hasselhoffs Eigenkompositionen wie „Do the Limbo Dance“. Und dann ist da noch „Looking for Freedom“. Der Song, den Hasselhoff in der Silvesternacht 1989 vor einer halben Million Menschen an der Berliner Mauer gespielt hat. Die Fans singen begeistert mit.

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Für das Publikum in Hannover geht es hauptsächlich darum, Spaß zu haben. Menschen mit Hasselhoff-Masken halten aufblasbare Schwimmbretter in die Höhe, andere haben blinkende Lederjacken an, Männergruppen tragen gleichfarbige „Don‘t Hassel the Hoff“-Shirts (zu Deutsch: „Ärgere den Hoff nicht!“). „Ich bin auf jeden Fall wegen dem Typen hier, nicht unbedingt wegen seiner Musik“, sagt etwa der 57-jährige Henning Schaper. Dieses Statement dürfte wohl auch auf viele zutreffen, die heute in Innsbruck das Konzert der Kultfigur besuchen. (TT.com, dpa)