Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 03.04.2015


Musik

Nervosität ist was für Anfänger

„Moonlight Breakfast“ und ihr unwiderstehlicher Mix aus Jazz, Soul und Electro.

Das rumänische Retroelectro-Quartett „Moonlight Breakfast“ tritt heute Abend erstmals in Tirol auf.

© miooowDas rumänische Retroelectro-Quartett „Moonlight Breakfast“ tritt heute Abend erstmals in Tirol auf.



Innsbruck – „Wir machen Party“, verspricht Sängerin Christie von Moonlight Breakfast vor dem ersten Auftritt der Band in Innsbruck. Bassist Printzu feierte gestern Geburtstag und Christie selbst ihren am Mittwoch. Den 32. Geburtstag und nicht – wie von ihr ursprünglich angenommen, den 31. – das amüsiert sie selbst. Wahrscheinlich hat die Zeit die Rumänin einfach überholt, denn bei Moonlight Breakfast scheint alles ein bisschen schneller als bei anderen Bands zu gehen. Die Multiinstrumentalistin, die gemeinsam mit ihrem Mann Bazooka, dem Mastermind der Band, die mitreißenden Songs komponiert, hatte erst nach der Geburt ihres Sohnes entdeckt, dass sie Musik machen will – und zwar ausschließlich. Die Tochter eines Schlagzeugers begann also Musik für TV- oder Radiowerbespots zu komponieren. 2011 versuchte sie sich schließlich als Sängerin und fand sich plötzlich vor einem Publikum von 35.000 Menschen wieder. „Wir haben gleich zu Beginn als Supportact von Jamiroquai gespielt. Das war unser erster Gig. Nervosität kenne ich seitdem nicht mehr“, erzählt sie im TT-Gespräch. Vor drei Jahren ist sie mit Mann und Kind von Bukarest nach Wien übersiedelt. Aus praktischen Gründen: Mit dem Quartett Moonlight Breakfast wird viel getourt, und ihren sechsjährigen Sohn weiß sie da bei ihren in Wien lebenden Eltern am besten aufgehoben. Zwischen den einzelnen Shows, zuletzt standen Auftritte in Estland am Programm, wird am zweiten Album gearbeitet. „Es soll unverkennbar nach uns klingen“, verrät die Sängerin.

Der eingängige Mix aus Soul, Jazz, Disco von ihrem Debüt „Shout“ geht jedenfalls direkt in die Beine. „Mich hat überrascht, dass die Leute bei unseren Konzerten sofort anfangen zu tanzen. Aber das freut uns natürlich sehr.“ So professionell wie im Videoclip zu „Oh Boy“ muss das freilich nicht aussehen. „Wir können das auch nicht.“ Das Songschreiben mit dem Ehemann gehe indes leicht von der Hand: „Es ist der Ausdruck unseres Lebens, eine Mischung aus allem, was uns gefällt.“ Positive Energie versprüht die Band auch auf der Bühne. Heute Abend ab 21 Uhr in der Cantina Vecchia in Innsbruck. (sire)


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