Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.12.2015


Tipps

So bleiben die Nadeln länger am Baum

Wenn der Christbaum wieder zu früh nadelt, klingen nicht die Glocken süßer, sondern der Staubsauger lauter. Das muss nicht sein.

Derzeit warten wieder Tausende abgepackte Christbäume auf Käufer, die sie mit nach Hause nehmen.

© dpaDerzeit warten wieder Tausende abgepackte Christbäume auf Käufer, die sie mit nach Hause nehmen.



Von Miriam Hotter

Innsbruck – Schon jetzt kaufen die Tiroler fleißig Christbäume für Heiligabend. Die meiste Freude bringt er, wenn er lange frisch und die Nadeln am Ast und nicht an Teppich, Socken und Pullis hängen bleiben. Mit ein paar Tipps kann man die Lebensdauer des Christbaumes verbessern. Diese beginnen bereits beim Einkauf.

Dabei sollte man auf kräftig-grüne, glänzende Nadeln achten. „Sehr lange haltbar ist die Nordmanntanne. Sie ist die beliebteste Sorte bei den Tirolern“, weiß Friedrich Hoppichler vom Förderverein des Tiroler Christbaumes. Die Mitglieder produzieren etwa 25.000 Christbäume. „Damit können wir aber nur circa 15 Prozent des Bedarfes abdecken. In den Tiroler Haushalten werden nämlich rund 200.000 Bäume aufgestellt“, schätzt Hoppichler.

Viele Tiroler schwören darauf, den Baum wegen der Frische möglichst spät zu besorgen. Christbaumverkäufer Martin Mair aus Rietz kann da nur den Kopf schütteln. „Das nutzt überhaupt nichts.“

Mair besitzt rund 600 Bäume, die er im Alter von vier Jahren aus Plantagen bezieht und dann wieder einsetzt. „Wenn die Bäume zehn Jahre alt sind, werden sie geholzt.“ Alle Bäume der Marke Tiroler Christbaum werden um den elften Vollmond im Jahr zu einem bestimmten Mondzeichen geschlagen. „So bleiben die Bäume länger frisch und verlieren ihre Nadeln nicht so schnell“, ist Mair überzeugt.

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Nach dem Kauf sollte man den Christbaum möglichst kühl lagern, um seine Lebenszeit zu verlängern. „Am besten auf der Terrasse“, gibt Mair einen Tipp. Auf keinen Fall dürfe man den Baum in die Sonne stellen. „Das Netz sollte man erst einen Tag vor Weihnachten vom Baum entfernen. So verliert er weniger Feuchtigkeit“, erklärt der Rietzer. Wichtig sei, vom Stamm ein Stück abzuschneiden und den Baum anschließend in einen mit Wasser gefüllten Ständer zu stellen. „Den Stamm darf man aber nicht zuspitzen, weil die inneren Holzschichten kein Wasser aufnehmen“, warnt Mair. Daher sollte auch die Rinde immer Kontakt zum Wasser haben.

Kommt der Christbaum kurz vor Weihnachten ins Haus, muss ein geeigneter Platz gefunden werden. „Gut aufgehoben ist der Baum weit weg von der Heizung“, erklärt Mair. Sein Tipp: In den Christbaumständer täglich frisches Wasser gießen. „Somit bleiben die Nadeln länger frisch.“

In der Regel bleiben die Christbäume in Tirol bis zum „Heiligedreikönigstag am 6. Jänner oder bis zu Lichtmess am 2. Februar im Haus. Danach kann man die Bäume in der Biotonne entsorgen“, sagt Mair.