Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 14.12.2015


St. Johann

Kleine Wasserratten kommen auf ihre Rechnung

Die Panorama Badewelt in St. Johann verfügt nach 17 Wochen Bauzeit über einen separaten Kinder- und Familienbereich mit zwei Rutschen.

Kaum war das rote Band von den beiden Geschäftsführern Leo Hofinger (M.) und Klaus Kogler (blaues T-Shirt) durchschnitten worden, übernahmen die Kinder das Kommando im neuen Spaß- und Funbereich.

© HoferKaum war das rote Band von den beiden Geschäftsführern Leo Hofinger (M.) und Klaus Kogler (blaues T-Shirt) durchschnitten worden, übernahmen die Kinder das Kommando im neuen Spaß- und Funbereich.



Von Verena Hofer

St. Johann i. T. – Kein Halten gab es für Erwachsene und Kinder bei der feierlichen Eröffnung der St. Johanner Panorama Badewelt am Samstag. Staunende „Ahs“ und „Ohs“ brachten die Begeisterung zum Ausdruck. Angetan hatten es vor allem der vergrößerte Kinderbereich und die zwei neuen Rutschen. Durch den separaten Spaßbereich gibt es nun auch einen größeren Ruhebereich. Vom Abriss des alten Rutschenturms bis zur offiziellen Eröffnung sind 17 Wochen vergangen. Länger haben die Vorbereitungen gedauert, blickte Geschäftsführer und GR Leopold Hofinger zurück.

Der ehemalige Rutschenturm war marode und musste 2013 gesperrt werden, eine Neukonzeption des Bades hat die Gemeinde in Auftrag gegeben. Das Projektziel lautete, ein kleines, feines Spaßbad zu errichten, und nun ist der erste Schritt sichtbar. „Jetzt bietet das Bad für Einheimische und Gäste alles“, freut sich Bürgermeister Stefan Seiwald. Neben den zwei Sportbecken (innen und außen) gibt es nun einen separaten Spaßbereich. Dort gibt es einen Familien- und Kleinkinderbereich sowie einen neuen Rutschenturm. Gewählt werden kann zwischen der 35 Meter langen Turborutsche und der 100-Meter- Familienrutsche.

Geplant ist das Gesamtprojekt in drei Schritten. Die Kosten für den nun fertig gestellten Bauabschnitt eins belaufen sich auf rund 2 Millionen Euro, Planungskosten für die Saunawelt inklusive. Dieser Bereich soll im kommenden Jahr um ein Außenbecken sowie eine Saunahütte erweitert werden. Ein neues Aussehen wird dann im dritten Bauabschnitt dem Restaurantbereich gegeben. Nach Schätzungen belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 3 Millionen Euro. Gemeinsam im Boot sitzen bei der Finanzierung die Gemeinde, die 2/3 der Kosten übernimmt sowie der TVB mit 1/3.

Über einen „gut gelungenen Mosaikstein“ freut sich TVB-Obmann Josef Grander und er sieht die Marktgemeinde im Aufschwung. „Nach sechs Wochen im Amt beim TVB darf ich bereits die erste Million hergeben“, sagt Grander.

Als erste Tester waren die Kinder der 4d-Klasse der Volksschule im Einsatz. Die Schüler schrieben einen Brief an die Gemeindeführung mit dem Wunsch nach einer neuen Rutsche im Hallenbad. Auf die Erfüllung musste nicht bis Weihnachten gewartet werden, die jungen Testrutscher waren vom Ergebnis begeistert und nicht zu bremsen.

- Hofer
inen Testlauf auf der Familienrutsche ließ sich BM Stefan Seiwald mit Reifen ebenso wenig entgehen wie die Volksschulkinder.
- Hofer