Letztes Update am So, 09.10.2016 07:11

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Autos

Bulli und Käfer: Eine Reportage über die VW-Kultautos

Die Technik? Nicht mehr zeitgemäß. Sicherheitssysteme? Fehlanzeige. Verbrauchswerte? Besser nicht nachfragen. Doch Bullis und Käfer, aus einer Ära lange vor dem Abgasskandal, erfreuen die Herzen vieler Fans immer noch – ob auf Europa-Reise oder in einem Konvoi durch Tirol. Die TT hat mit Bulli-Abenteuerer Peter Gebhard und VW-Liebhabern am Natterer See gesprochen.

Schau mir in die (vier) Augen: Blaues Bulli-Schmuckstück am Natterer See.

© Thomas Böhm / TTSchau mir in die (vier) Augen: Blaues Bulli-Schmuckstück am Natterer See.



Der VW Bulli – das klingt nach Hippies und Freiheit. Die Zeiten haben sich zwar geändert, viele VW-Busse aber sind geblieben. Zugegeben: Ihre Besitzer sind zumeist die heutige Generation 50 plus. Aber auch bei Jüngeren sorgen die Fahrzeuge mit den Glubschaugen für Begeisterung, wie Peter Gebhard, Autor und Fotograf, am Telefon zu berichten weiß. Bei seiner mehr als 14.000 Kilometer langen Fahrt von Istanbul bis ans Nordkapp stieß sein rot-weißer VW-Bulli, Baujahr 1974, auf großes Interesse. „Beim Grenzübergang zwischen Österreich und Deutschland kamen auf einmal Teenager an und wollten sich mit dem Bus fotografieren lassen. Dabei kennen die so ein Auto gar nicht mehr“, staunt der Deutsche. Der Charme dieses Fahrzeugs ist schwer in Worte zu fassen, beneidet wird er für seine 99 Tage dauerende Abenteuer-Fahrt von vielen. „Ich antworte dann: ,Fahr mal nur eine halbe Stunde damit.’ Es ist schon cool, aber auch ein Risiko.“ Mehrmals war der 57-jährige auf die Hilfe von Werkstätten angewiesen. In Kroatien stoppte ein Käfer-Fahrer und führte Gebhard zum nächsten Oldtimer-Fachmann.

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