Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 30.10.2017


Bezirk Imst

Umhausens “Urkraft“ lockte 50.000 Besucher

Ötzi-Dorf, Greifvogelpark, Stuibenfall und Badesee erweisen sich als Magneten. GF Leonhard Falkner weiß aber nur zu gut: „Es braucht immer wieder Neues.“

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© Ötzidorf



Von Alexander Paschinger

Umhausen – Durchschnaufen heißt es jetzt einmal für Leonhard Falkner und seine Mitarbeiter: Seit vergangenem Donnerstag sind Ötzi-Dorf und Greifvogelpark geschlossen. „Jetzt wird alles wintersicher gemacht“, sagt Falkner. Die Bilanz für die abgelaufene Saison fällt positiv aus: „Wir hatten heuer im Ötzi-Dorf und im Greifvogelpark rund 50.000 Besucher. Das ist in Ordnung“, blickt er auf die Saison 2016 zurück: „Das war das Fundjubiläum des Ötzi – 25 Jahre. Da hatten wir allein im Ötzi-Dorf 51.000 Gäste.“ Aber so ein Jubiläum komme eben nicht alle Tage. Dafür begrüßte man heuer, im 17. Jahr des Ötzi-Dorfes, den 800.000sten Besucher. Und auch das Schulprojekt, das seit zwölf Jahren die Kleinen für die Steinzeit interessiert, zählte bereits 3000 Teilnehmer.

Die „Urkraft Umhausen“ lebt nicht nur von Steinzeit und lässigen Flugshows. Da gehört auch der neue spektakuläre Stuibenfallweg dazu. „Wir bieten hier eigentlich für alle etwas – vom Kind bis zur Oma“, ist Falkner vom Produkt überzeugt. Aber eines ist für ihn klar – es brauche immer wieder Neues.

Diese Saison etwa wurde ein EU-gefördertes Leader-Projekt begonnen, das insgesamt 50.000 Euro bewegen wird. „Heuer haben wir 25.000 Euro in die Hand genommen und haben eine 20.000 m² große Fläche für kostenloses WLAN freigeschaltet“, berichtet Falkner. Damit komme man auf die mobile Homepage – „und der Museumsführer ist dann derzeit in den Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch und Niederländisch abrufbar“. Kommendes Jahr soll der Museumsführer durch Univ.-Prof Walter Leitner aktualisiert werden und drei zusätzliche Sprachen werden angeboten. „Welche, das entscheiden wir erst. Da schauen wir uns die Herkunftsdestinationen genau an.“

Kommendes Jahr wird im Ötzi-Dorf auch die Barrierefreiheit verbessert, indem Schwenk- durch Schiebetüren ersetzt werden.

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Und dann geht es ohnehin schon wieder in die Planungen für 2020, wenn das Ötzi-Dorf 20 Jahre alt wird. „Wenn ich daran denke, dass wir damals mit einer Fläche von 4000 m² begonnen haben“, staunt Falkner über die daraus entstandene „Urkraft“.