Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 25.04.2018


Bezirk Reutte

Zum 10. Geburtstag lockt eine zusätzliche Kurzstrecke

Über 13.000 Teilnehmer waren in den letzten Jahren beim Rad-Marathon Tannheimer Tal am Start. Heuer gibt’s eine neue Runde – für alle Bikes.

© SportografHier gilt es noch einmal alle Kräfte zu sammeln: Der Gaichtpass bleibt für alle Teilnehmer – egal, über welche Distanz sie an den Start gehen – die letzte große Hürde vor der Zieleinfahrt in Tannheim.Foto: Sportograf



Tannheim – „Zehn Jahre Rad-Marathon Tannheimer Tal – das muss gefeiert werden“, freut sich Michael Keller, Chef des Organisationskomitees, und blickt schon erwartungsvoll dem 1. Juli entgegen. Dann nämlich wird der Rad-Marathon mit einem erweiterten Streckenangebot für noch mehr Glücksgefühle bei den Pedalrittern sorgen. Davon ist Keller überzeugt. Neben der bewährten Königsdisziplin mit 220 Kilometern und 3500 Höhenmetern, der 130-Kilometer-Runde mit 930 Höhenmetern und der 85-Kilometer-Strecke mit 690 Höhenmetern macht nun die neue 58-Kilometer-Strecke mit 400 Höhenmetern den Erlebnisradtag im Tannheimer Tal komplett. Keller: „Die neue Strecke ist für jeden geeignet und alle Arten von Fahrrädern dürfen starten.“

2009 begann die Erfolgsgeschichte Rad-Marathon Tannheimer Tal. Heute gilt er unter den Radrennfahrern als eine der schönsten Marathon-Veranstaltungen im Alpenraum und hat sich auch im Veranstaltungskalender als feste Größe etabliert. „Wir sind zu einer großen Radfamilie zusammengewachsen“, freut sich OK-Chef Michael Keller.

Ganz nach dem Motto „Erlebnis vor Ergebnis“ führt die neue 58-Kilometer-Runde von Tannheim durch das Engetal Richtung Vils und Reutte nach Weißenbach. Zurück ins Tannheimer Tal geht es über den Gaichtpass. Keller: „Somit ist für jeden etwas beim Festprogramm dabei, vom Hochambitionierten bis hin zum Hobbyradler und sogar Familien. Denn die neue Strecke darf mit jedem Rad befahren werden.“

Fest zur Marathon-Familie gehört auch der ehemalige Rad-Profi Marcel Wüst. „Hier gefällt mir vor allem die Streckenführung. Ich bin ja schon viele Marathons gefahren, aber der im Tannheimer Tal ist einfach etwas Besonderes“, erzählt der gebürtige Kölner.

Die 220-Kilometer-Strecke (Start 6 Uhr) bleibt auch für Ambitionierte eine echte Herausforderung. „Eine harte Nuss ist der Riedbergpass, denn mit einer Länge von 8,7 Kilometern und 620 Höhenmetern hat er es in sich“, weiß Keller. Danach folgt eine lange Abfahrt in den Bregenzerwald und anschließend ein 42 Kilometer langer anspruchsvoller Anstieg bis zum Hochtannbergpass. Übers Lechtal und den Gaichtpass geht’s zurück ins Tannheimer Tal.

Die 130-Kilometer-Strecke wird wie üblich als RTF (Rad Touristik Fahrt) gestartet. Das heißt, dass auf der Teilnehmerurkunde die individuelle Zeit angeführt wird, es aber keine Ergebnisliste und damit auch keinen Rennstress gibt. Dies trifft auch auf die 85-Kilometer-Strecke (Start um 7 Uhr) sowie auf die neue 58-km-Runde (Start 8 Uhr) zu. „Die beiden kürzeren Varianten erhöhen das Breitensport-Angebot und machen den Rad-Marathon auch Einsteigern möglich. (TT, fasi)