Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 03.05.2018


Bezirk Kitzbühel

Kitzbüheler Alpenrallye kämpft mit explodierenden Kosten

Die Oldtimer-Veranstaltung gehört zu Kitzbühel – doch wie lange noch? Gerüchte über eine Abwanderung werden dementiert.

© RitschBlitzendes Chrom und jede Menge Promis – die Kitzbüheler Alpenrallye ist ein sommerlicher Fixpunkt in Kitzbühel und zieht nicht nur die Prominenz an.Foto: Ritsch



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Sie ist seit drei Jahrzehnten ein Fixpunkt und gehört zum Kitzbüheler Sommer wie das Tennisturnier und der Jahrmarkt: die Kitzbüheler Alpenrallye. Von 6. bis 9. Juni glänzt heuer wieder das Chrom der edlen Karossen, aufgepeppt werden sie mit vielen prominenten Teilnehmern. Bereits zum 31. Mal findet die Rallye in der Stadt statt. Das letzte Mal?

Dieses Gerücht macht derzeit in Kitzbühel die Runde. Die Veranstalter sollen mit einer Abwanderung nach Jochberg liebäugeln. In Kitzbühel würde die Veranstaltung zu teuer. Ein klares Nein zum Abzug aus Kitzbühel gibt es von OK-Chef Markus Christ. „Wir bleiben fix in Kitzbühel“, sagt Christ auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung. Dass es in Kitzbühel jedoch nicht ganz einfach sei, ließ er aber auch durchblicken.

„Für den Abschlussabend brauchen wir Platz für 470 Personen, das ist nicht so leicht zu finden“, sagt Christ. Man habe deshalb versucht, eine Zusammenarbeit mit dem Triathlon-Verein auf Schiene zu bringen. „Der Triathlon-Bewerb ist eine Woche nach uns und wir könnten gemeinsam das große Zelt nützen“, erwägt Christ. Diese Zusammenarbeit sei aber heuer noch nicht möglich gewesen. „Wir haben auf die Zusage des Triathlon-Vereins warten müssen, aber wir mussten inzwischen einen Platz fixieren und sind nun heuer im K3 KitzKongress“, lässt der Veranstalter wissen.

Die Kosten für die Veranstaltung in Kitzbühel seien aber durchaus ein Thema in der Organisation. „Die Kosten explodieren langsam“, sagt der OK-Chef. So sei die Parkplatz-Nutzung an der Hahnenkammbahn für das Wochenende „nicht geschenkt“, wie Christ betont. Zudem wolle man an der Qualität der Veranstaltung arbeiten, es wurde die Teilnehmerzahl verringert. Die Grundkosten würden aber dieselben bleiben. „Deshalb mussten wir die Startgebühr erhöhen“, schildert Christ. Eine eigene Hütte, wie sie im Vorjahr auf dem Hahnenkammparkplatz für die Alpenrallye aufgebaut wurde, sei heuer sowieso kein Thema gewesen. Die war für das 30. Jubiläum. Man wolle in Zukunft aber wieder solche Akzente setzen. „Die Rallye ist seit vielen Jahren gleich, wir wollen das etwas ändern“, betont Christ.