Letztes Update am Mi, 02.05.2018 12:37

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Ein Höhenweg zwischen zwei Welten im Karwendel

Höhenwege gibt es in Tirol schon einige, jetzt kommt ein weiterer hinzu: Der Karwendel Höhenweg besticht durch seine Wanderwege zwischen Wildnis und Urbanität.

© Alpenpark KarwendelÜber den Dächern von Innsbruck liegt das Reich des Steinbocks. Am Karwendel Höhenweg sind die beeindruckenden Tiere mit ein wenig Glück zu entdecken.



Am eindrucksvollsten ist der Kontrast auf der Seegrube oberhalb der Tiroler Landeshauptstadt zu erleben. Auf der einen Seite Innsbruck mit über 130.000 Einwohnern samt den angrenzenden Gemeinden im Inn- tal, dazwischen die A12, eine der Hauptverkehrsrouten Europas.

Auf der anderen Seite das Karwendel mit einigen seiner Gipfeln, 125 davon über 2000 Meter hoch. Zwischen Wildnis und Zivilisation liegen nur wenige Meter und fast scheint das Karwendel mit seinen vier Gebirgszügen geschaffen worden zu sein, um dem Städter auf die Schnelle Ruhe und Erholung bieten zu können.

Wer sich länger im Karwendel aufhalten will, kann das ab der heurigen Wandersaison auf dem Karwendel Höhenweg tun. Ein neues Angebot, basierend auf bereits bestehenden Wegen sowie Hütten, initiiert von den Wirten jener Unterkünfte, die im Rahmen der sechstägigen Wanderung als Ort der Übernachtung dienen. Von der Nördlinger Hütte oberhalb in Reith bei Seefeld angefangen, sind dafür bis zum Hallerangerhaus bzw. Scharnitz 63 Kilometer und 7000 Höhenmeter zu bewältigen.

Die Arbeitsgemeinschaft „Karwendel Höhenweg“ hat nun umfassendes Infomaterial für das Angebot aufgelegt (Infos: www.karwendel-hoehenweg.at). Ideal: Der Ausgangspunkt der Tour, die auch in Scharnitz gestartet werden kann, lässt sich gut mit Öffis erreichen. Das Besondere: Mitunter ist man umringt von wilder Natur, mitunter zwischen Stadt und Berg unterwegs. Nur ein Detail, das die Faszination dieses neuen Höhenweges ausmacht. (Irene Rapp)

Karwendel Höhenweg

Tag 1: Von Reith bei Seefeld geht es zur Nördlinger Hütte auf 2239 Metern Höhe. Bei der Einkehr handelt es sich um die höchstgelegene Hütte im Karwendel.

Tag 2: Übernachtet wird auf dem Solsteinhaus (1806 m).

Tag 3: Bis zur Pfeishütte (1922 m) führt diese lange Etappe. Wer Zeit hat, steigt auf die Hintere Bachofenspitze.

Tag 4: Auf dem Wilde-Bande-Steig geht es zur Bettelwurfhütte (2077m).

Tag 5: Das Hallerangerhaus (1768 m) lädt ein letztes Mal zum Übernachten ein, dann steht der lange Rückmarsch nach Scharnitz an.

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