Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 12.06.2018


Bezirk Kitzbühel

In Going befindet sich eine der schönsten Kletterrouten

Eine Jury aus Kletter-Experten kürte die „Number One direkt“ beim Schleierwasserfall zu einer der fünf „Great Lines“ in Tirol.

© Tirol Werbung / Mair JohannesKlettern auf der „Number One direkt“ beim Schleierwasserfall in Going ist ein atemberaubendes Erlebnis. Foto: Tirol Werbung/Mair



Von Michael Mader

Going a. W. K. – Bei Tausenden Routen im „Climbers Paradise Tirol“ war es für die Kletterer-Jury rund um Barbar­a Bacher, Barbara Zangerl, Kilian Fischhuber, Markus Schwaiger, Martina Harnisch und Michael Meisl nicht leicht, die laut Eigendefinition „fünf genialsten Sportkletterrouten für Könner am Fels“ zu finden. Die zentralen Auswahlkriterien umfassten das Natur- und Landschaftserlebnis, den Routenverlauf, die Felsbeschaffenheit sowie physische und mentale Anforderungen an Kletterer.

Wie Cornelia Rützler von der Tirol Werbung nun mitteilt, hat es die so genannte „Number One direkt, 7b+“ beim Schleierwasserfall in Going in den erlauchten Kreis geschafft. „Die Route führt über perfekten, mega-kompakten Kalk. Die graue Wand am Schleierwasserfall gehört wohl zu den besten Kalkfelsen in Tirol und erinnert ein bisschen an Ceüse“, meint die ehemalige Wettkampfkletterin Martina Harnisch. Erschlossen wurde die 30 Meter lange Route bereits im Jahre 1988. Bekanntheit erlangte der Schleierwasserfall aber vor gut 20 Jahren, als Alexander Huber hier als vermutlich erster Kletterer überhaupt eine Route im Schwierigkeitsgrad 11+ kletterte. An den südseitig ausgerichteten Kalkwänden neben dem Wasserfall verlaufen insgesamt mehr als 200 Routen.

Auch aus touristischer Sicht ist Klettern interessant. „Wir sind nicht nur eine Region für Wanderer, sondern auch für Kletterer. Es werden immer mehr“, freut sich Rützler.

Die restlichen vier Great Lines sind „Puls 2000“ in Seefeld, „Le Miracle“ in Niederthai, der „Weiße Riese“ in Nösslach und „Another Play in Paradise“ in Osttirol.

Rund 45.000 Euro hat es sich die Tirol Werbung kosten lassen, um professionelle Fotos, Videos usw. für die Great Lines anfertigen zu lassen (www.tirol.at/greatlines). Marcus Sappl vom Tourismusverband Wilder Kaiser und Vorstand bei „Climbers Paradise“ beruhigt aber: „Es gibt immer noch genug Geheimspots.“


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