Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 22.06.2018


Bezirk Imst

Junge (Rettungs-)Schwimmer

Das Österreichische Jugendrotkreuz veranstaltete in der Imster Freizeitanlage ein Schwimm-Event und 145 Volksschulkinder kamen gerne, um sich dem spielerischen Wettkampf zu stellen.

© Parth145 Kinder nahmen am Schwimm-Event in Imst teil (r.), die Nichtschwimmer absolvierten ein Alternativprogramm, u. a. mit Orientierungslauf.



Von Thomas Parth

Imst – Das Österreichische Jugendrotkreuz (ÖJRK) lud zum Schwimmfest ins Imster Freischwimmbad. Insgesamt 145 begeisterte Kinder aus den Imster Volksschulen, der VS Hermann Gmeiner, der VS Oberstadt sowie der VS Unterstadt, nahmen am spielerischen Wettkampf „In 80 Bahnen um die Welt“ teil. Angelehnt an den Jules-Verne-Roman kraulten, tauchten, schwammen und liefen die Nachwuchsrettungsschwimmer um die Wette. Die Viertklässler hatten zusammen 80, die Drittklässler 60 und die Zweitklässler immerhin noch 40 Bahnen zu schwimmen. „Wichtig war uns, dass es sich um einen Klassenwettbewerb handelt. Gute Schwimmer durften auch mehrere Bahnen schwimmen, aber jedes Kind mindestens eine“, informiert Co-Organisatorin und Landesreferentin des ÖJRK für Rettungsschwimmen, Doris Posch.

Posch ist in der Lehrerausbildung in der Pädagogischen Hochschule Tirol tätig und konnte gleich mehrere Nachwuchslehrer des Ausbildungszweigs „Bewegung und Sport“ zur Mithilfe motivieren. Auch VS-Oberstadt-Direktor Martin Schneider war sofort bereit, das Schwimmspektakel tatkräftig zu unterstützen. „Das heurige Jahr hat das Jugendrotkreuz unter das Motto ,sicher schwimmen‘ gestellt. Dazu veranstalten wir in ganz Tirol Schwimm-Events“, berichtet Doris Posch.

Die ÖJRK-Rettungsschwimm-Referentin des Bezirks Imst, Karin Lugsteiner (l. o.), hatte auch das Startzeichen per Pfiff übernommen und sich das Halbtagesprogramm mit Doris Posch einfallen lassen.
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Die Organisatorin vor Ort, Karin Lugsteiner, kümmerte sich nicht nur um die Schwimmbegeisterten, sondern auch um die Nichtschwimmer. Als passionierte Orientierungsläuferin war ein Teil des Alternativ- bzw. Rahmenprogramms ein Schnupper-Orientierungslauf. Leider mussten sich rund 30 Kinder als „Nichtschwimmer“ deklarieren. „Das ist schon eine hohe Anzahl“, bedauert Karin Lugsteiner und führt dies auf das Fehlen eines Hallenbades in Imst zurück: „Während der Herbst- und Wintermonate könnten die Volksschulen Schwimmkurse absolvieren, was durch den Wegfall des Nassereither Hallenbades erschwert wurde bzw. zu teuer ist. Es gibt zwar die Telfer Halle, aber dort kostet allein die Bahnmiete 25 Euro, exklusive Schwimmtrainer und Anreisekosten.“ Die Siegerehrung nahm u. a. der JRK-Geschäftsführer Philipp Schumann vor, der extra aus Innsbruck angereist war.

Die Kinder, von der zweiten bis zur vierten Klasse Volksschule, gaben beim Wettbewerb alles.
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