Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 06.09.2018


Tirol

Hansi Hinterseer und Co. spielen 13.000 Gäste in die Region

Bereits zum 25. Mal findet in Ellmau der Musikherbst statt. Längst profitiert von den 40.000 Nächtigungen auch der Bezirk Kitzbühel.

© Michael MaderStaraufgebot: Die Hollerstauden, Georg Steiner von Veranstalter Travel Partner, Hansi Hinterseer, Travel-Partner-CEO Michael Poot, Tirol-Werbung-Chef Josef Margreiter und Marc Pircher (v. l.).Foto: Mader



Von Michael Mader

Going, Ellmau – Eine Idee, 100 Künstler, 5400 Songs und 250.000 Fans – mit diesen vier Zahlen belegt die Firma Travel Partner als Veranstalter des Musikherbstes am Wilden Kaiser die 25-jährige Erfolgsgeschichte dieses Events bei der Vorstellung beim Stanglwirt in Going.

„Wir haben vor 25 Jahren in einem ganz kleinen Zelt mit 650 Gästen gestartet“, erzählt Michael Poot, Geschäftsführer der Travel Partner Group, von den Anfängen der Idee, die Saison zu verlängern. Mitte/Anfang September sei der Tourismus in Tirol nahezu am Ende gewesen, die „Gehsteige wurden hochgeklappt“.

Für den diesjährigen Musikherbst im Zentrum von Ellmau wird laut Georg Steiner von Travel Partner mit 50 mal 145 Metern nicht nur das größte Einzelzelt Tirols aufgestellt, von 26. bis 30. September bzw. von 3. bis 7. Oktober werden in Summe 280 Reisebusse mit Gästen erwartet. Poot rechnet mit fast 13.000 Besuchern und 40.000 Nächtigungen. Letztere beschränken sich längst nicht mehr nur auf Ellmau. „Die Gäste werden in einem Umkreis von 40 Kilometern untergebracht. Von der Wildschönau bis Fieberbrunn und Kitzbühel bis Walchsee“, weiß Poot.

Dafür, dass die Gäste so zahlreich kommen, sorgen unter anderem die beiden Stars des Musikherbstes Hansi Hinterseer und Marc Pircher. Beide streuen dem Veranstalter Rosen. Ebenso Tirol-Werbung-Chef Josef Margreiter: „Was ihr hier aufzieht, passt zum Land und der Landschaft.“

„Ich bin seit 16 Jahren dabei und habe mich entschlossen, nun auch mein eigenes Festival in den Musikherbst zu integrieren inklusive Fantreffen auf der Wochenbrunner Alm“, sagt Pircher.

„Euer Konzept spricht für euch. Ihr seid mit Liebe und Herz dabei wie auch wir mit Liebe und Herz bei unserer Musik. Und die Leute sind zufrieden“, lobt Hinterseer.

Mit 5200 Quadratmetern ist das Musikherbst-Zelt größer als die meisten Bierzelte auf dem Münchner Oktoberfest. Am kommenden Montag wird mit dem Aufbau im Dorf begonnen. Neu ist heuer eine Almhütte im Zelt als Teil des VIP-Bereiches. Pro Veranstaltung werden 5000 Jausenteller und 10.000 Brezen verzehrt sowie 25.000 Liter Bier getrunken.

Poot gibt bereits einen Ausblick auf das nächste Jahr: „Da holen wir den Kaiser an den Kaiser“, hat er neben DJ Ötzi und Maite Kelly auch Roland Kaiser engagiert.


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