Letztes Update am Fr, 07.12.2018 12:57

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Steiermark

Spektakuläre Flugmanöver an zwei Tagen: So wird die Airpower 2019

250 Fluggeräte, acht bis neun Stunden Programm am Tag, 60 Flugvorführungen: Am 6. und 7. September 2019 findet in Zeltweg die größte Flogshow Europas statt. In der Luft und am Boden bekommen die Zuschauer dann wieder viel zu staunen.

© Die italienische Kunstflugstaffel Frecce Tricolori war 2016 auch dabei. Für kommendes Jahr wurden 29 Nationen eingeladen, welche zusagen, wird sich im Frühjahr zeigen.



Von Monika Schramm

Graz – Die Vorbereitungen laufen schon jetzt auf Hochtouren, auch wenn alle Flugbegeisterten noch zehn Monate warten müssen. Die Airpower19 in Zeltweg wirft beim Bundesheer, den Flying Bulls und dem Land Steiermark schon ihre Schatten voraus. „So eine Flugshow organisiert sich nicht in zwei Wochen. Da arbeiten schon jetzt viele Menschen daran, denen mein Dank gilt“, sagte Verteidigungsminister Mario Kunasek bei der Kickoff-Pressekonferenz am Flughafen Graz-Thalerhof.

„Europas größte Flugshow“, wie der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) die Airpower bezeichnet, zieht nicht nur Österreicher an. 300.000 Zuschauer waren bei der letzten Airpower 2016 da – mit mindestens genauso vielen sollen auch bei der kommenden Ausgabe kommen. „Wir rechnen mit einem sehr großen internationalen Zulauf“, sagte Kunasek.

Das gilt auch für die Kunstflugstaffeln: 29 Nationen wurden eingeladen. Mit Rückmeldungen rechnet der Verteidigungsminister bis Ende März. Davon, dass wieder der Crème de la Crème der Szene kommen wird, ist fast auszugehen: „Was der Nachtslalom im Skisport, ist die Airpower bei den Flugshows“, meinte Kunsaek.

Für das Bundesheer ist die Veranstaltung auch als Großübung zu sehen, führte der Minister aus. 4000 Soldaten stehen im Einsatz – in der Luft und am Boden. Allein für die Sicherung – unter anderem Zugangs- und Sicherheitskontrollen – stehen 800 Soldaten von Milizeinheiten im Dienst. 50 Hubschrauber und Flugzeuge des Bundesheeres werden bei der Airpower zu sehen sein. Auch Eurofighter werden fliegen. Dazu werden bis zu 200 Fluggeräte aus aller Herren Länder in die Luft steigen.

„Es geht auch darum, die Leistungen des Heeres und der Luftstreitkräfte zu zeigen, wie bei klassischen Katastropheneinsätzen wie zuletzt in der Steiermark und in Kärnten. Ohne Hubschrauber hätten wir dort nicht so rasch eingreifen können“, sagte Kunasek. Und zu guter Letzt sei die Großveranstaltung auch eine hervorragende Gelegenheit, „das Bundesheer als Arbeitgeber zu präsentieren. Man erreicht hier sehr viele junge Leute.“

Flying Bulls versprechen einzigartige Flugshow

Eine einzigartige Flugshow versprechen die Flying Bulls. Gemeinsam mit dem Bundesheer wird an einem Akrobatikdisplay gearbeitet – mit Maschinen aus dem zweiten Weltkrieg und moderneren Maschinen. „Schon beim Hahnenkamm beginnen wir und es gibt ein Trainingslager für das neue Programm zu Beginn der Saison“, sagte Raimund Riedmann, Chefpilot der Flächenflugzeuge der Red Bull-Staffel.

Die Vorfreude bei den Flying Bulls ist jedenfalls groß. „Es ist ganz großartig, hier zu fliegen. Wenn man landet und an den Familien vorbeifährt, die es sich auf Decken bequem gemacht haben, ist das ein schönes Gefühl. Die Airpower ist eine Familienveranstaltung.“ Und auch die Kollegen aus allen Ländern fiebern dem Flugspektakel in Zeltweg schon entgegen. „Wir fliegen jedes Jahr bei 30 bis 40 großen Flugveranstaltungen auf der ganzen Welt. Und überall werden wir gefragt: Wann ist die nächste Airpower“, sagte Riedmann. Die Antwort: am 6. und 7. September 2019.

300.000 Besucher wurden bei der Airpower16 in Zeltweg gezählt. Im kommenden Jahr sollen
- APA/Erwin Scheriau

Das Spektakel in der Luft und auf dem Boden kostet 3,6 Millionen Euro, die das Bundesheer, das Land Steiermark und Red Bull zu gleichen Teilen tragen. Für den steirischen Landeshauptmann ist die Airpower jeden Cent wert: „Sie hat einen unschätzbaren Werbewert für die Steiermark.“

Nicht nur Flugbegeisterte werden bei dem Spektakel auf ihre Kosten kommen. Und manchem wird es vielleicht so gehen wie Schützenhöfer: „Das Können der Piloten übersteigt oft mein Vermögen zuzusehen ohne Angst zu haben.“