Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 03.01.2019


Bezirk Imst

Fasnacht: Nassereith und Arzl vor der großen Frage

In Nassereith werden Fasnachtsfiguren und die Reihenfolge der Scheller verlost. Die erste Schelle bedeutet auch die größte Ehre.

© DaumIn Nassereith werden Fasnachtsfiguren und die Reihenfolge der Scheller verlost. Die erste Schelle bedeutet auch die größte Ehre.



In Wald im Pitztal wurde die Frage schon gestellt und mit einem hundertfachen Ja beantwortet. Denn die Walder Fasnacht, die heuer am 10. Februar stattfindet, hält ihre Vollversammlung traditionsgemäß bereits am Stefanitag (26. Dezember) ab. Für das Nassereither Schellerlaufen und das Arzler Singeslerlaufen wird die Frage, ob man denn heuer in die Fasnacht gehen wird, am Dreikönigstag (6. Jänner) gestellt. Natürlich ist ein donnerndes Ja auch in diesen beiden Fasnachtshochburgen zu erwarten.

Nassereith gehört mit dem Imster Schemenlaufen und der Walder Fasnacht zu den drei ganz großen Veranstaltungen dieser Art im Bezirk Imst. Der „Kinitag" beginnt ab 12 Uhr mit dem Schnöllen, Ausrufen und Einladen zur Vollversammlung um 20 Uhr. Zu den Besonderheiten zählen beim Schellerlaufen nicht nur Bär, Bärentreiber und Bärenpfeifer, sondern auch der so genannte „Schiane Zug" mit Scheller, Roller und Kehrer. Und mit noch einer Eigenheit kann die Fernpassgemeinde aufwarten: In Nassereith werden unter anderem die Reihenfolge der Scheller und die Hauptrolle des Bärentreibers per Los gezogen. Das alle drei Jahre stattfindende Schellerlaufen als Höhepunkt der Fasnachtszeit beginnt am 17. Februar um 12 Uhr.

Bereits am 3. Februar steht das Singeslerlaufen in Arzl auf dem Programm. Dort wird die Zustimmung am Sonntag ab 20 Uhr eingefordert. Fixtermin ist in Arzl das „Hexenmuaterau'wecke" am 26. Jänner um 19 Uhr beim Sägewerk. (pascal)